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Unternehmensbilanzen : Die Rückkehr der Rendite-Jäger

Der ehemalige Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, verfolgte hohe Renditeziele. Bild: dpa

Viele Unternehmen überraschen derzeit mit hoher Profitabilität. Wie viel digitale Rendite steckt dahinter?

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          Derzeit öffnen börsennotierte Konzerne rund um die Welt wieder ihre Bücher. Manch einer reibt sich dabei verwundert die Augen. Denn vielerorts fällt die Halbjahresbilanz derart gut aus, als habe es weder die Corona-Pandemie noch einen branchenübergreifenden Chip-Mangel, weltumspannende Handelskonflikte oder Lieferkettenprobleme gegeben. Die Gewinne sprudeln, und viele Unternehmen präsentieren sich in überraschend guter Verfassung. Vor allem steigende Renditen lassen die Träume nicht nur von Investoren blühen. Der schwäbische Autokonzern Daimler hat gerade mit einer Umsatzrendite für die Autosparte von fast 14 Prozent aufhorchen lassen – ein historisches Hoch für die Schwaben.

          Ehrgeizige Renditeziele sind für Manager allerdings eine knifflige Angelegenheit. Josef Ackermann, der frühere Chef der Deutschen Bank, wurde einst zum Symbol für den raffgierigen Banker, als er für Deutschlands größtes Geldhaus eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vorgab. Wobei wohl nur die Wenigsten derer, die sich damals echauffierten, wussten, welche Aussagekraft diese betriebswirtschaftliche Kenngröße besitzt. Gerade hoch regulierten Banken dient die Verzinsung des Eigenkapitals als Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Branche. Doch der Stab über Ackermann war gebrochen, seine Nachfolger kassierten die Vorgabe im Handumdrehen.

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