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Zwischenbilanz : Puma senkt die Gewinn-Prognose

  • Aktualisiert am

Während der Fußball-WM verkauften sich die Schuhe leichter Bild: REUTERS

In diesem Jahr fehlen dem erfolgsgewöhnten Sportartikelhersteller die sportlichen Großereignisse. Auch das Geschäft in Amerika läuft nicht so recht. Jetzt hat das Unternehmen aus Herzogenaurach seine Geschäftserwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert.

          Der Sportartikelhersteller Puma hat wegen seines schwachen amerikanischen Geschäfts seine Geschäftserwartungen für das laufende Jahr gesenkt. Aufgrund der Auftragssituation Ende März erwarte Puma für 2007 ein Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Prozentbereich, teilte das Herzogenauracher Unternehmen am Montag mit. Bislang war Puma von einem Umsatzplus im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich ausgegangen, der Gewinn sollte um mindestens zehn
          Prozent steigen. Ohne sportliche Großereignisse sei das laufende Geschäftsjahr „herausfordernd“, erklärte Puma-Chef Jochen Zeitz.

          Im ersten Quartal verdiente Puma bei einem um zwei Prozent auf 655,8 Millionen Euro gestiegenen Umsatz operativ 134,8 Millionen Euro. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand lag mit 1,1 Milliarden Euro währungsbereinigt um 1,4 Prozent über dem Wert vor Jahresfrist. Unbereinigt ergibt sich dagegen ein Rückgang von gut drei Prozent. Hauptursache ist die schwache Lage in den Vereinigte Staaten . Dort gingen die Auftragsbestände per Ende März um 17,6 Prozent zurück.
          Grund sind Probleme mit einem Großkunden. Auch in den Einkaufszentren in den Vereinigte Staaten ist die Nachfrage nach Puma-Produkten verhalten.

          PPR will das Übernahmeangebot nicht erhöhen

          Puma steht derzeit wegen der geplanten Übernahme durch den Luxusgüterhersteller PPR im Fokus. Der französische Konzern hatte im April den bei der Vermögensgesellschaft Mayfair liegenden 27-Prozent-Anteil der Herz-Geschwister gekauft. Für die übrigen Aktien will PPR 330 Euro je Aktie bieten, was einigen
          Anteilseignern angesichts der Aktienkursentwicklung als zu niedrig erscheint. Mitte Mai soll das freiwillige Angebot vorgelegt werden.

          Als die Transaktion vor einem Monat angekündigt worden war, hatten Beobachter die PPR-Offerte als zu niedrig kritisiert. Die Höhe des PPR-Angebots sei nicht in Zusammenhang mit der nun erfolgten Prognosesenkung zu bringen, beteuerte Puma-Chef Jochen Zeitz in einer Telefonkonferenz. PPR-Chef Francois-Henri Pinault hatte zuletzt betont, dass es eine Erhöhung der Offerte nicht geben werde.

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