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Mit großer Mehrheit : Zustimmung für Sanierung bei Opel

Wir sind Opel, haben Ende April Mitarbeiter in Opel-Werk in Eisenach skandiert. Nach der Einigung werden sie wohl auch Opel bleiben. Bild: dpa

Mitglieder der IG Metall unter den Beschäftigten von Opel haben dem Tarifvertrag zur Sanierung des Autobauers mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Die Gewerkschaft sieht darin ein wichtiges Zeichen für Zukunft von Opel.

          96 Prozent Ja-Stimmen am Stammsitz in Rüsselsheim und sogar 99 Prozent in Dudenhofen: Mitglieder der IG Metall unter den Beschäftigten von Opel haben dem von den Arbeitnehmervertretern und dem Management ausgehandelten Tarifvertrag zur Sanierung des Autobauers mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Das teilte die Gewerkschaft mit, die von einem wichtigen Zeichen spricht. Die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter an allen deutschen Standorten von Opel waren an den beiden Tagen zuvor aufgerufen, über die Übereinkunft zu befinden. Die Arbeitnehmervertreter hatten sie in Zusammenkünften über das im Tarifvertrag niedergelegte Verhandlungsergebnis informiert.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit dem Ja der Gewerkschafter tritt der Tarifvertrag nicht automatisch in Kraft. Wie in solchen Fällen üblich gibt es eine Erklärungsfrist für die Vertragspartner. Die endet heute um 18 Uhr. Da aber Management und Arbeitnehmervertreter den Vertrag ausgehandelt haben, sollte diese Frist Formsache sein.

          Zentraler Punkt des sogenannten Zukunftstarifvertrags ist der bis Ende Juli2023 geltende Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. Dabei ist zu bedenken, dass Tausende Mitarbeiter der deutschen Tochterfirma des Peugeot-Mutterkonzerns PSA mit Abfindungen den Rücken kehren, in Vorruhestand oder in Altersteilzeit gehen werden. Der Aderlass ist jedoch auf 3700 Stellen begrenzt. Der Tarifvertrag beinhaltet auch die Zusage von Opel, in die deutschen Werke zu investieren. Dazu soll auch ein weiteres Modell für das Stammwerk gehören, das den Insignia baut.

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