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Zukunft der Luftfahrt : Der düstere Ausblick der deutschen Flughäfen

2020 soll laut Prognose die Zahl der Starts und Landungen von deutschen Flughäfen um rund 3 Prozent sinken. Bild: Imago

Die Wachstumsphase ist vorbei: Aus Sicht der deutschen Flughäfen wird 2020 kein gutes Jahr. Das soll aber nicht an der Flugscham liegen.

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          Von guten Wünschen für das neue Jahr bleibt in der deutschen Luftfahrt schon zum Auftakt nicht viel übrig. „Düster und negativ“, so umschreiben die Flughäfen ihre Verkehrsprognose für das Jahr 2020. Nach einem Jahrzehnt mit steigenden Passagierzahlen erwarten sie ein Schrumpfjahr. Der Flughafenverband ADV kalkuliert in seiner Jahresprognose, die der F.A.Z. vorab vorliegt, mit einem Passagierrückgang um 0,7 Prozent. Weil sich der Trend zu größeren Flugzeugen fortsetzt, wird die Zahl der Starts und Landungen sogar um 2,9 Prozent sinken.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Wegfall von Air Berlin riss vorübergehend Lücken, brachte den Luftverkehr aber nicht vom Expansionskurs ab. Mit Zuwächsen um 5 beziehungsweise 4 Prozent waren 2017 und 2018 sogar stärkere Jahre. Nun sorgt das schwierigere Umfeld für einen Dämpfer. Klimadebatten bleiben nicht komplett wirkungslos. Viel stärker wiegt, dass Airlines unter Kostendruck für den Winter und auch schon für den folgenden Sommer weniger Flüge anmeldet haben. „Das raue, von steigenden Kerosinpreisen und Insolvenzen geprägte Marktumfeld treibt die Airlines auch dazu, ihre Flugpläne radikal auszudünnen“, heißt es in dem ADV-Papier. „Die Maxime heißt: Verknappung des Angebots, um Kosten zu mindern und Ticketpreise zu verteuern“.

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