https://www.faz.net/-gqe-8ky8o

Zukunft der Deutschen Bank : Der Commerzbank-Kauf ist ein Luftschloss

Die Übernahme der Commerzbank wäre für die Deutsche Bank derzeit schwer zu stemmen. Bild: dpa

Auf dem Papier mag die Übernahme der Commerzbank für die Deutsche Bank reizvoll sein. Realistisch ist das derzeit aber überhaupt nicht. Ein Kommentar.

          In der Deutschen Bank zieht man auf der Suche nach einem strategischen Befreiungsschlag eine Übernahme der Commerzbank in Erwägung. Auf den ersten Blick besäße ein solcher Schritt für die Deutsche Bank Charme: Sie erhielte auf dem deutschen Markt im Privat- und Firmenkundengeschäft größere Marktanteile. Gleichzeitig würde sich das Gewicht des Investmentbankings im Konzern verringern.

          Die Deutsche Bank könnte auch demonstrieren, dass sie ihren Bekenntnissen zu Deutschland Taten folgen ließe. Hätte, könnte, sollte.

          Für die Deutsche Bank in ihrer aktuellen Verfassung wäre eine Übernahme der Commerzbank nicht leicht zu stemmen. Das knappste Gut in der Deutschen Bank ist Eigenkapital – vor allem, wenn die Beendigung des Rechtsstreits um die Russengeschäfte teurer werden sollte als erwartet.

          Strebte die Deutsche Bank nach einer stärkeren Präsenz in Deutschland, dürfte sie die Postbank nicht abgeben. Die muss aber angeblich mit Rücksicht auf das Eigenkapital verkauft werden, weil man beim aktuellen Kurs keine neuen Aktien ausgeben will. Auf dem Papier mag die Übernahme der Commerzbank reizvoll sein. Heute ist sie nur ein Luftschloss.

          Weitere Themen

          Japans Notenbank lockert ihre Geldpolitik nicht

          Nach Fed-Zinssenkung : Japans Notenbank lockert ihre Geldpolitik nicht

          Die amerikanische Federal Reserve und die Europäische Zentralbank (EZB) hatten in den vergangenen Tagen ihre Geldpolitik gelockert. Doch die Bank von Japan griff am Donnerstag die Vorlage aus dem Westen nicht auf. Noch nicht.

          Topmeldungen

          Björn Höcke beim Wahlkampfauftakt der AfD Thüringen

          AfD-Wahlkampf in Thüringen : „Extrem bürgerlich“

          Beim Wahlkampfauftakt der Thüringer AfD in Arnstadt versucht die Partei, sich ein bürgerlich-konservatives Image zu geben. Doch vor allem die Aussagen eines Redners lassen daran Zweifel aufkommen – und es ist nicht Björn Höcke.

          Hoeneß versus ter Stegen : Abteilung Torwartverteidiger

          Das Schauspiel um die deutschen Torhüter geht weiter: Uli Hoeneß macht sich in einem Fernsehinterview die Welt, wie sie ihm für Bayern-Torwart Manuel Neuer gefällt. Er fordert unter anderem von süddeutschen Medien mehr Rückhalt und droht dem DFB.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.