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Zukunft der Bundeswehr : Die deutschen Rüstungs-Hersteller sind zu klein

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Ein "Infanterist der Zukunft" steht neben einem Kampfpanzer Panther KF51 des Rüstungskonzerns Rheinmetall bei einer Führung durch das Rheinmetall-Werk Unterlüß Bild: dpa

Mit Ende des Kalten Krieges sind die Ausrüster der Bundeswehr zu Manufakturbetrieben geschrumpft. Nicht nur das muss sich ändern.

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          Munition, egal für welches Kaliber, ist Mangelware bei der Bundeswehr. Um den akuten Bedarf der Streitkräfte zu decken, wäre ein Großeinkauf von 20 Milliarden Euro erforderlich. Weil dafür jedoch die Kapazitäten in der Produktion fehlen, ist binnen zwei Jahren wohl nur ein Volumen von 2 Milliarden Euro realisierbar.

          Die Nöte sind damit zu erklären, dass mit Ende des Kalten Krieges bei der Bundeswehr enorm gespart wurde und deren Ausrüster heute zu Manufakturbetrieben geschrumpft sind. Diese Nischenhersteller sind mit dem radikalen Schwenk auf Massenfertigung von Munition oder Waffen überfordert, der seit Ausbruch des Ukrainekrieges dringend nötig ist.

          Da der Umbau mit modernen Industriestandards nicht auf die Schnelle zu schaffen ist, suchen Hersteller wie Rheinmetall über Zukäufe ihre Engpässe zu überbrücken. Auch Konkurrenten der Rheinländer loten solche Partnerschaften in Nato-Staaten aus.

          Mehr Geld vom Staat hilft beim überfälligen Umbau der deutschen Rüstungsindustrie zudem wenig: Die Bundesregierung hatte im Februar mit ihrem Sondervermögen für die Bundeswehr rund 100 Milliarden Euro für wichtige Beschaffungsvorhaben avisiert. Bislang ist keines der Projekte unterschriftsreif.

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