https://www.faz.net/-gqe-8ybyn

Transgender : Zuckerberg & Co. setzen sich für freie Toilettenwahl ein

  • Aktualisiert am

Auf welche Toilette Transgender-Menschen gehen sollen, ist in Amerika ein offenbar wichtiges Thema. Bild: dpa

In den Vereinigten Staaten tobt ein Streit darüber, welche Toiletten Transgender-Menschen nutzen sollen. Nun haben die Chefs großer Konzerne dem Gouverneur von Texas einen Brief geschrieben.

          In den Vereinigten Staaten tobt seit einiger Zeit eine Debatte darüber, welche Toilette Menschen nutzen sollen, die sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlen, das sie von Geburt an haben. Das Thema ist offenkundig so bedeutsam, dass es sogar die Vorstandschefs von einigen der größten und prominentesten amerikanischen Unternehmen auf den Plan ruft.

          Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Apple-Chef Tim Cook, IBM-Chefin Ginni Rometty, Google-Chef Sundar Pichai und zehn weitere Unternehmenslenker haben nun in dieser Sache einen gemeinsamen Brief an den texanischen Gouverneur Greg Abott geschrieben. Darin mahnen sie den Republikaner an, keine „diskriminierende Gesetzgebung“ auf den Weg zu bringen.

          Konkret beziehen sie sich auf einen Gesetzesvorschlag, der mittlerweile unter dem Namen „Bathroom Bill“ von den Abgeordneten des Bundesstaates diskutiert wird. Das Gesetz würde von Studenten verlangen, dass sie diejenige Toilette benutzen, die für das Geschlecht vorgesehen ist, das ihre Geburtsurkunde ausweist.

          Eigentlich wollte Abott das Gesetz vor der Sommerpause auf den Weg gebracht haben, berichtet die Internetseite „The Verge“. Es gebe aber Kritik auch von Unternehmer-Verbänden.

          „Als große Arbeitgeber in den Bundesstaat sind wir ernsthaft besorgt, das jedwede solche Gesetzgebung der Reputation von Texas als offen und freundlich für unternehmerisches Handeln und Familien stark schaden würde“, schreiben die Technologie-Manager in ihrem Brief. Und weiter heißt es: „Unsere Fähigkeit, Top-Talente anzuziehen, einzustellen und zu behalten (...) und unsere Wettbewerbsfähigkeit wären negativ betroffen.“

          Weitere Themen

          Ölpreis auf Vier-Monats-Hoch Video-Seite öffnen

          Nach Drohnen-Angriff : Ölpreis auf Vier-Monats-Hoch

          Die Anschläge auf die Raffinerien in Saudi-Arabien haben den Ölpreis in die Höhe getrieben. Nun droht ein zusätzlicher Dämpfer für die Weltwirtschaft.

          Topmeldungen

          Torwartwechsel: Manuel Neuer (l.) verteidigt seine Position gegenüber Marc-Andre ter Stegen

          Ter Stegen gegen Neuer : Zeit für einen Torwartwechsel?

          Keine Position im Fußball wird so gerne diskutiert wie die zwischen den Pfosten. Nur wenige Torhüter haben den Nummer-1-Status in der Nationalmannschaft konservieren können – und es ins kollektive Gedächtnis geschafft.
          Michael Jürgs starb im Juli mit 74 Jahren

          Michael Jürgs’ letztes Buch : Wer tot ist, muss sehen, wo er bleibt

          Eine Seele wirft keinen Schatten: Der Journalist Michael Jürgs hat zwei Wochen vor seinem Ableben sein letztes Buch beendet. In „Post mortem“ surft er durchs Jenseits und trifft dort höchst lebendige Tote.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.