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Marlboro-Produzent : Beerdigt Philip Morris bald die Zigarette?

  • Aktualisiert am

Auf kurz oder lang ein Bild der Vergangenheit? Bild: AP

Der Chef des Marlboro-Produzenten sieht das Ende der klassischen Zigarette nahen. Der Konzern hat aber einen neuen Hoffnungsträger.

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          Der Marlboro-Produzent Philip Morris denkt über einen Ausstieg aus dem Geschäft mit herkömmlichen Zigaretten nach. Konzernchef Andre Calantzopoulos äußerte am Mittwoch die Erwartung, dass sich über kurz oder lang alternative Formen des Tabakrauchens durchsetzen werden. Irgendwann könnten die Produzenten zusammen mit Regierungen eine Auslaufperiode für klassische Zigaretten ins Auge fassen. „Ich hoffe, die Zeit wird bald kommen“, sagte Calantzopoulos dem britischen Sender BBC Radio 4.

          Den Großteil seines Geschäfts macht der Konzern freilich immer noch mit traditionellen Zigaretten. Calantzopoulos geht davon aus, dass es auch 2025 noch über eine Milliarde Anhänger eben dieser geben wird. Angesichts des weltweit sinkenden Zigarettenkonsums setzen Tabakproduzenten allerdings immer stärker auf Ersatzprodukte wie etwa E-Zigaretten, bei denen eine aromatisierte Flüssigkeit erhitzt wird. Auf dem Markt sind mancherorts auch sogenannte Iqos-Zigaretten. Philip Morris bringt eine solche am Mittwoch in Großbritannien auf den Markt.

          Dabei wird der Tabak nicht mehr verbrannt, sondern in einem elektronischen Halter nur noch erhitzt. Philip Morris geht davon aus, dass dies deutlich weniger schädlich ist als traditionelle Zigaretten. Iqos-Zigaretten werden etwa in Deutschland, Japan, Italien, der Schweiz und neuerdings auch in Großbritannien vertrieben.

          Die letzte „Gauloises“-Fabrik in Frankreich schließt

          Auch an der französischen Marke „Gauloises“ geht der sinkende Zigarettenabsatz nicht spurlos vorbei. Das französische Tabakunternehmen Seita wird im kommenden Jahr seine letzte große Zigarettenfabrik in Frankreich schließen. Dort werden unter anderem „Gauloises“-Zigaretten hergestellt, berichtete eine Sprecherin des zum britischen Imperial-Tobacco-Konzerns gehörenden Unternehmens am Dienstag in Paris.

          Die Fabrik in Riom in der Auvergne beschäftigt bisher rund 240 Menschen. „Gauloises“ und andere dort hergestellte Zigarettenmarken werden künftig aus Deutschland oder Polen kommen. Seita will hingegen eine kleine Fabrik auf der Mittelmeerinsel Korsika weiterführen - dort werde aber ausschließlich für den regionalen Markt produziert, wie die Sprecherin sagte.

          Die Seita (Société nationale d’exploitation industrielle des tabacs et allumettes) blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das Unternehmen hatte bereits mehrere Fabriken geschlossen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, beklagt Seita einen Mangel an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Konkurrenten in Osteuropa. Die Umsätze seien von 2013 bis 2016 um 24 Prozent gesunken.

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