https://www.faz.net/-gqe-9lcl4

Für 7 Milliarden Dollar : ZF Friedrichshafen kauft Bremsenhersteller Wabco

  • Aktualisiert am

Der Stand von ZF auf der Detroit Auto Show 2018. Bild: dpa

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen will das amerikanische Unternehmen Wabco übernehmen. Damit könnte sich der deutsche Konzern wichtige Kompetenzen für eine Zukunftsbranche sichern.

          1 Min.

          Der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen will den amerikanisch-belgischen Bremsenhersteller Wabco übernehmen. ZF habe eine bindende Vereinbarung zur Übernahme unterzeichnet, teilte der Stiftungskonzern am Donnerstag mit. „Wir sind davon überzeugt, dass ZF gemeinsam mit Wabco den weltweit führenden Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik bilden kann“, erklärte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider.

          ZF bietet 136,50 Dollar pro Aktie und damit insgesamt mehr als sieben Milliarden Dollar für das in New York börsennotierte Unternehmen. Der Übernahme muss mehr als die Hälfte der Aktionäre zustimmen. Sie soll 2020 abgeschlossen werden. Das Management von Wabco unterstütze den Kauf einmütig, erklärten beide Seiten.

          ZF würde sich mit dem Kauf Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremssysteme sichern, die das Unternehmen für das automatisierte Fahren dringend braucht und bisher nicht selber hat. Zusammen kämen ZF und Wabco auf einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro. Dass es Gespräche zwischen den beiden Unternehmen gibt, war Ende Februar bekanntgeworden. Der Autozulieferer vom Bodensee schaut seit Jahren mit großem Interesse auf den Bremsen-Bereich. 2016 scheiterte der Versuch, die schwedische Haldex zu übernehmen. Auch an Wabco hatte ZF früher schon einmal Interesse gezeigt.

          Topmeldungen

          Ringen um Abschlusspapier : Scheitert die Klimakonferenz?

          Es geht um die Absichtserklärung für mehr Klimaschutz: Die fast 200 Staaten können sich nicht einigen. Die Verhandlungen, die Freitag enden sollten, gehen in die zweite Nacht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.