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Zerschlagung : Baumarktkette Praktiker verschwindet vom Markt

  • Aktualisiert am

Wohl endgültig am Ende: Praktiker Bild: dpa

Die Baumarktkette Praktiker hat bereits Insolvenz angemeldet. Doch niemand will sie als Ganzes kaufen. Jetzt wird die Kette zerschlagen. In der kommenden Woche beginnt der Ausverkauf.

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          Der insolvente Baumarkt-Konzern Praktiker wird nun endgültig zerschlagen. In 130 Märkten beginne Ende nächster Woche der Ausverkauf, teilten die vorläufigen Insolvenzverwalter am Mittwoch in Hamburg mit.

          Für die Praktiker-Tochtergesellschaft Max Bahr sieht es dagegen besser aus: Investoren haben nach der ebenfalls Baumarktkette ausgestreckt. „Wir sehen deshalb gute Chancen, die Standorte und Arbeitsplätze von Max Bahr zu sichern“, erklärten die Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder und Christopher Seagon. Ziel sei es, bis zum 1. Oktober 2013 eine Übereinkunft mit dem besten Interessenten zu treffen.

          In den Praktiker-Filialen dagegen beginnt jetzt der Ausverkauf. Es bestehe nur Interesse an einzelnen Standorten - es gebe aber keine Investoren, die die Warenbestände übernehmen wollten.

          Die im S-Dax gelisteten Praktiker-Aktien verlor bis zum Mittag mehr als 35 Prozent ihres ohnehin nur noch minimalen Wertes auf fünf Cent.

          Der Ausverkauf beginnt nächste Woche

          Klar war bereits, dass 48 der 163 Praktiker-Märkte in Deutschland geschlossen werden. Dort läuft der Ausverkauf bereits. Nun geht es um die restlichen Filialen.

          Den insgesamt 5.330 fest angestellten Beschäftigten an den
          betroffenen Standorten, davon 1.780 geringfügig Beschäftigte, werde zunächst nicht gekündigt, hieß es weiter von den Insolvenzverwaltern. Erst am Ende des Investorenprozesses, der
          bis Oktober abgeschlossen sein soll, werde sich absehen lassen, was aus den einzelnen Standorten werde.

          Im Juli war der lange Überlebenskampf von Praktiker gescheitert, die Baumarktkette meldete Insolvenz an. Zwei Wochen später scheiterte auch die Tochter Max Bahr, die als Hoffnungsträger des Konzern galt. Zum Verhängnis war Praktiker auch das Billigkonzept geworden, das unter dem Slogan „20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung“ beworben wurde.

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