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Gewinnerwartung gesenkt : Zalando leidet unter der Hitzewelle

  • Aktualisiert am

Die Kunden haben in diesem Sommer weniger Pakete von Zalando erhalten als geplant. Bild: dpa

Das Geschäft der Eisverkäufer lief in diesem Jahr blendend, aber auf Online-Shopping hatten die Deutschen in diesem Sommer keine Lust. Das spürt jetzt Europas größter Mode-Versandhändler – und muss zum zweiten Mal reagieren.

          Zalando schraubt seine Jahresprognose abermals herunter. Europas größter Online-Modehändler führte die niedrigeren Erwartungen auf die Hitzewelle in Europa zurück, die eine rückläufige Nachfrage und höhere Rabatte im gesamten Modemarkt mit sich gebracht habe. Zudem habe sich der Start der Herbst/Winter-Saison verzögert.

          Das Unternehmen rechnet im Gesamtjahr nach Angaben vom Montagabend jetzt damit, nur noch ein Umsatzplus am unteren Ende der angestrebten 20 bis 25 Prozent erzielen zu können. Nach der letzten Prognosesenkung Anfang August war Zalando noch davon ausgegangen, in der unteren Hälfte der Spanne landen zu können.

          Auch beim bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) ist das Unternehmen noch pessimistischer als vor einigen Wochen: Hier traut sich Zalando nur noch 150 bis 190 Millionen Euro zu, nachdem der Konzern zuletzt noch das untere Ende der bisher gesteckten Prognose von 220 bis 270 Millionen Euro angepeilt hatte.

          Für das dritte Quartal 2018 erwarte Zalando ein Umsatzwachstum und bereinigtes EBIT deutlich unter den Analystenschätzungen, hieß es weiter. „An unseren langfristigen Wachstumszielen, unser Geschäft bis 2020 zu verdoppeln, ändert sich nichts“, versicherte aber Unternehmenschef Rubin Ritter.

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