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Mode-Versand : Zalando rechnet sich in den Gewinn

  • Aktualisiert am

Zalando-Pakete Bild: dpa

Der Modeversand Zalando hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal Gewinn gemacht. Zumindest in der Rechnung, die das Unternehmen jetzt vorlegt. Wie viel tatsächlich übrigbleibt, ist noch unsicher.

          Der Online-Modehändler Zalando hat Gewinn und Umsatz auch im Weihnachtsquartal kräftig gesteigert und damit im Gesamtjahr vielleicht erstmals schwarze Zahlen geschrieben.

          Zalando war im vergangenen Oktober an die Börse gegangen. Für die Aktionäre war das erst mal nicht profitabel. Der Börsengang lief schwierig, der Kurs sackte erst mal ab, das Gelächter war laut. Inzwischen hat die Aktie ihren Ausgabepreis aber deutlich übertroffen.

          Im Jahr 2014 sei der Konzernumsatz um 21 Prozent auf 666 Millionen Euro gestiegen, teilte der im S-Dax gelistete Konzern am frühen Donnerstagmorgen mit. Für das Gesamtjahr ergebe sich damit ein Umsatz-Plus von 26 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro. Zudem sei ein bereinigter Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren von 82 Millionen Euro erwirtschaftet worden. 2013 war noch ein Verlust von 109 Millionen Euro angefallen.

          Ohne Sonderfaktoren allerdings liegt der Gewinn noch bei 62 Millionen Euro. Von denen gehen Zinsen für geliehenes Geld und Steuern ab. Wie viel am Ende für das Unternehmen bleibt, will Zalando laut Plan am 5. März bekanntgeben. Doch auf den kleinen Gewinn dürften auch kleine Steuern anfallen, auch Zalandos Zinskosten blieben in den vergangenen Jahren im Rahmen - möglicherweise bleibt auch unter dem Strich ein Gewinn.

          “Unser Ergebnis für 2014 unterstreicht, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig ist und signifikante Margen erzielen kann“ teilte Zalando-Vorstand Rubin Ritter mit. „In den nächsten Jahren werden wir uns auf die für unser langfristiges Wachstum wichtigen Investitionen und nicht auf die kurzfristige Maximierung unserer Marge fokussieren.“

          Zalando bestätigte zudem das Vorhaben, 2015 beim Umsatz um 20 bis 25 Prozent wachsen zu wollen. „Bedingt durch Investitionen in das langfristige Wachstum wird das starke Margenniveau von 2014 im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich nicht erreicht.“

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