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Milliardenfusion in Frankreich : Wirecard-Konkurrenten schließen sich zusammen

  • Aktualisiert am

Worldline übernimmt den Konkurrenten Ingenico Bild: Picture-Alliance

Wirecard erhält neuen Wettbewerb aus Frankreich. Worldline übernimmt Ingenico, der Deal ist 7,8 Milliarden Euro wert. Darüber freuen sich auch die Sparkassen.

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          Unter den Konkurrenten des Dax-Konzerns Wirecard steht eine Milliardenfusion an. Der französische Bezahldienstleister Worldline übernimmt die ebenfalls in Frankreich ansässige Ingenico, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Ingenico werde durch den Deal mit 7,8 Milliarden Euro bewertet. Durch den Zusammenschluss entstehe der viertgrößte digitale Zahlungsanbieter der Welt.

          Das fusionierte Unternehmen kommt auf etwa 20.000 Mitarbeiter in ungefähr 50 Staaten der Welt und bedient fast eine Million Händler und 1200 Finanzunternehmen. Damit entsteht durch den Zusammenschluss ein veritabler neuer Wirecard-Konkurrent.

          Die Sparkassen-Gruppe, der zusammen mit Ingenico das Gemeinschaftsunternehmen Payone gehört, begrüßte die Fusion. Payone werde dadurch das Produktangebot vergrößern und die Prozesse weiter digitalisieren. „Die Komponenten von Worldline werden der Payone helfen, ihre Ziele zum Vorteil der Händler und Institute schneller zu erreichen“, erklärte der Chef des Deutschen Sparkassenverlags, Michael Stollarz.

          Aktionäre von Ingenico erhalten elf Worldline-Aktien und 160,50 Euro in bar für sieben Ingenico-Titel, wie die Unternehmen ankündigten. Nach dem Abschluss der Transaktion werden die Aktionäre der mehrheitlich zur Atos-Gruppe gehörenden Worldline 65 Prozent an dem Unternehmen halten. Den früheren Ingenico-Anteilseignern gehören die restlichen 35 Prozent. Worldline-Chef Gilles Grapinet wird der Chef des fusionierten Unternehmens.

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