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Indie-Musikvideos : Youtube: In den nächsten Tagen sperren wir

Auch die beliebte Band The National - hier mit Sänger Matt Berninger - steht bei Youtube vor dem Aus. Bild: dpa

Die Videoplattform Youtube drängt in den Streamingmarkt. Dafür stehen kleinere Labels vor dem Aus auf der Plattform: Berühmte Künstler wie Adele, The National oder die Arctic Monkeys würden verschwinden

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          Das Videoportal Youtube steht kurz vor einem massiven Exodus von Musikvideos. Betroffen wären Künstler wie Adele, die Arctic Monkey oder Radiohead. Der Hintergrund: Youtube hat nun angekündigt, in den „kommenden Tagen“ die Videos von solchen Independent-Künstlern zu sperren, welche sich nicht für einen kommenden Musikdienst registrieren.  Das sagte Robert Kyncl, Vizepräsident von Google, der Financial Times.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Streit schwelt schon seit mehreren Monaten, nun setzt Youtube allen Labels die Pistole auf die Brust: Entweder sie unterzeichnen die neuen Lizenzverträge oder werden von der Video-Plattform verbannt. Die neuen Bedingungen sind für Youtube wohl notwendig. Schon seit längerem gibt es Gerüchte, dass Google mit dem „Youtube Music Pass“ ein neues Streamingangebot für Musik starten möchte. Dieses tritt dann in Konkurrenz zu etablierten Anbietern wie etwa Spotify. Die neuen Lizenzverträge sollen den rechtlichen Weg dafür bereiten.

          Die Drohung, notfalls bekannte Künstler wie The National oder  The XX zu sperren, zeigt die Vehemenz mit der Youtube in den Markt für Streamingdienste drängt. Damit ist der Konzern nicht alleine. Amazon startete in der vergangenen Woche einen eigenen Dienst als Teil seines Premium-Angebots „Prime“. Und auch bei Apple gibt es seit längerem Gerüchte, dass sie in den Markt einsteigen wollen. Diese erhielten neue Nahrung durch die Übernahme von Beats Electronics, die neben den bekannten Kopfhörern auch noch einen Streamingdienst haben.

          Die großen Plattenfirmen wie Universal, Sony und Warner haben den neuen Bedingungen bereits zugestimmt. Insgesamt hätten 95 Prozent die Lizenzverträge unterschrieben, behauptet Google-Vize Kyncl. Die restlichen fünf Prozent sollen dann aber geblockt werden. Die betroffenen Musikunternehmen bereiten aber bereits Beschwerden bei verschiedenen Kartellbehörden in den Vereinigten Staaten und Europa vor. Sie sehen sich durch die marktbeherrschende Stellung von Youtube benachteiligt.

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