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Xbox, Playstation & Wii U : Es lebe die Spielekonsole

Spielkonsolen stehen auf vielen Weihnachts-Wunschlisten ganz oben. Zu Recht? Bild: AP

Die Deutschen sind vernarrt in Computerspiele. Erst spielten sie auf Konsolen, dann auf ihren Smartphones. Jetzt sind die Konsolen wieder da.

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          Einige Beobachter hatten Spielekonsolen schon für tot erklärt. Die ungeahnte Nachfrage nach Smartphones und Tablets mache ihnen den Garaus, so die Erwartung. Schließlich lässt sich mit den flachen Minicomputern fast ebenso gut spielen wie mit voluminösen Konsolen. Und das für deutlich weniger Geld – sowohl mit Blick auf die Software als auch auf die Hardware.

          Die neuen Gerätegenerationen, die Sony und Microsoft in diesem Herbst auf den Markt brachten, haben die Skeptiker Lügen gestraft. Die Playstation 4 und die Xbox One sind dermaßen gefragt, dass die Produzenten kaum nachkommen. Bis Weihnachten kann längst nicht jeder Kunde regulär bedient werden. Entweder muss man viel Zeit oder viel Geld mitbringen. Wer unbedingt eine Konsole unterm Baum wünscht, bekommt auch eine – über Amazon oder Ebay für teilweise das Doppelte des Originalpreises. Wer nur die eigentlich von Sony geforderten 399 Euro zahlen mag oder kann, darf sich bei Händlern wie Otto auf eine Lieferung Ende März freuen.

          Xbox One: „schnellster Abverkauf in der Geschichte“

          Auch für das kommende Jahr deutet sich damit ein nach wie vor schwungvolles Geschäft an. Alleine in Deutschland werden 2014 voraussichtlich rund 3,4 Millionen Geräte verkauft. Das ist knapp ein Viertel mehr als im laufenden Jahr, rechnet der Computer-Verband Bitkom vor. Der Umsatz dürfte um 26 Prozent auf 765 Millionen Euro steigen. Diese Vorausschau wurde veröffentlicht, bevor die jüngsten Absatzzahlen bekanntwurden. Im Lichte des aktuellen Kaufrauschs – Microsoft hat binnen 18 Tagen auf der ganzen Welt mehr als zwei Millionen Xbox One abgesetzt und spricht vom „schnellsten Abverkauf in der Geschichte“ – könnten also die tatsächlichen Wachstumsraten noch höher ausfallen.

          „Der Start der neuen Spielekonsolen-Generation ist ein starker Wachstumsimpuls für die gesamte Branche“, kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Prognosen, die auf Daten des Konsumforschers GfK basieren. An den neuen Geräten haben die Deutschen schon deshalb hohes Interesse, weil immer mehr Menschen hierzulande ihre Freizeit dem Computerspiel widmen. Seit Jahren steigt die Zahl der Spieler. 25 Millionen sind es aktuell, das entspricht einer Quote von 36 Prozent. Vor vier Jahren waren es erst 29 Prozent.

          Interaktiver denn je

          Das hat auch damit zu tun, dass sich nach dem Start des iPhones Mobilgeräte als neue Spieleplattform etablierten. 44 Prozent der Spieler nutzen heute Smartphones und damit in etwa so viele wie Spielekonsolen. Nur der stationäre Computer, bei mehr als drei Vierteln der Computerspieler im Einsatz, kann diese beiden Plattformen abhängen.

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