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Wüstenstromprojekt : Desertec steht vor dem Aus

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Die Sonne scheint zwar weiterhin, aber das Wüstenstromprojekt Desertec steht vor dem Ende. Bild: AP

Die Industrie-Initiative Desertec wollte in der Wüste genügend Strom für Europa und Afrika produzieren. Nachdem sich immer mehr Geldgeber zurückgezogen haben, sieht es nun düster aus für das ehrgeizige Projekt. 

          Der vor fünf Jahren mit großen Hoffnungen gestarteten internationalen Wüstenstrominitiative Desertec Industrial Initiative (Dii) droht einem Medienbericht zufolge das Aus. Der Zusammenschluss von 35 internationalen Konzernen kann sich nach Angaben aus Gesellschafterkreisen nicht auf eine Fortführung in bisheriger Form einigen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Ende des Jahres laufen die Verträge mit den Gesellschaftern aus. Das Überleben sichern könnte nur eine rasche verbindliche Zusage für einen neuen Etat von rund zwei Millionen Euro. Doch die sei nicht in Sicht.

          Bei einem Treffen in Rom am kommenden Montag am Rande der Desertec-Jahreskonferenz wollen die Gesellschafter, zu denen RWE, MunichRe, ABB oder die Deutsche Bank gehören, dem Blatt zufolge über die Zukunft der Initiative beraten. Die Gesellschaft selbst äußerte sich der Zeitung zufolge nicht zu ihrer Zukunft. „Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagte ein Dii-Sprecher demnach. Sie werde am Montag von den Gesellschaftern getroffen.

          Die Initiative galt damals als eines der ehrgeizigsten Erneuerbare-Energien-Projekte überhaupt. Bis 2050 sollte sie den Weg für den Bau Hunderter Öko-Kraftwerke in Nordafrika und dem Nahen Osten ebnen, die zusammen den Strombedarf der Region zu großen Teilen decken könnten - und dazu noch rund 15 Prozent des europäischen Verbrauchs.

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