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Politisch brisante Kooperation : Eine App aus Worms für Istanbul

Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem Imamoğlu (CHP) und der deutsch-türkische Unternehmer Ismet Koyun Bild: Kobil

Ein deutsch-türkischer Unternehmer aus Worms hat für die Stadt Istanbul ein App entwickelt. Die soll die Metropole moderner machen. Doch es geht auch um den Machtkampf in der Türkei.

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          Ein deutsches IT-Unternehmen soll mit einer sogenannten Super-App die Stadt Istanbul digitalisieren. Die Kooperation mit dem Wormser IT-Unternehmen KOBIL präsentierte Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem Imamoğlu am Donnerstag. Istanbul werde der Welt wieder ein modernes Gesicht zeigen, sagte Imamoğlu bei der Vorstellung der App, die übersetzt „Istanbul gehört dir“ heißt. Diese soll, sagte KOBIL-Inhaber Ismet Koyun im Gespräch mit der F.A.Z., ein eigenes „digitales Ökosystem“ für die Stadt Istanbul und ihre zirka 16 Millionen Einwohner werden. Der Deutschtürke ist Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Die App umfasst diverse Funktionen, sagte Koyun: „Wenn Sie die App heruntergeladen haben, brauchen Sie gar nichts mehr. Führerschein, Ausweis, Kreditkarte, Gesundheitskarte, das ist alles darauf abgesichert und verschlüsselt. Keiner hat Zugang, nur Sie selbst.“ Alle Firmen, die der Stadt Istanbul gehörten, würden digitalisiert: Wasser- oder Stromrechnungen könnten über die App abgewickelt, aber auch Hunde angemeldet oder Adressen geändert werden. Man könne Krankenhaustermine ausmachen, Taxis bestellen, Hotels reservieren, einkaufen, Versicherungen abschließen oder im Nahverkehr bezahlen.

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