https://www.faz.net/-gqe-8k507

Wohnungsvermittlungsportal : Airbnb ist jetzt 30 Milliarden Dollar wert

Airbnb ist ein amerikanisches Unternehmen. Dieses stellt eine Plattform zur Verfügung, welche Leuten hilft unter Vermittlung des Unternehmens ihr Zuhause privat zu vermieten. Bild: dpa

Nach Abschluss einer Finanzierungsrunde erreicht Airbnb die 30-Milliarden-Dollar-Grenze – und will dieses Jahr schwarze Zahlen schreiben. Der Blick auf die Konkurrenz zeigt jedoch, wie umkämpft das Geschäftsmodell ist.

          1 Min.

          Das Wohnungsvermittlungsportal Airbnb hat seinen Wert innerhalb von drei Jahren verdreifacht, das Unternehmen ist inzwischen rund 30 Milliarden Dollar wert. Grund dafür ist eine abgeschlossene Finanzierungsrunde über 850 Millionen Dollar. Das geht aus Dokumenten hervor, die Airbnb Ende Juli in Delaware eingereicht hat und die der Finanzagentur Bloomberg vorliegen.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Airbnb äußerte sich zu der Finanzierungsrunde nicht, aus dem Dokument geht auch nicht hervor, wer Geld in das Portal gesteckt hat. Im Juli 2015 hatte Airbnb zuletzt frisches Kapital von Investoren erhalten, damals in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar. Insgesamt haben Risikokapitalgeber rund 3,2 Milliarden Dollar in den Wohnungsvermittler investiert.

          Im Juni hatte Airbnb eine Kreditlinie von 1 Milliarde Dollar von den Banken JP Morgan Chase, Citigroup, der Bank of America und Morgan Stanley erhalten. Die Kreditlinie misst, wie viel Geld sich jemand bei einer Bank leihen kann – damit will Airbnb nun seine Geschäfte ausbauen. In diesem Jahr plant der Wohnungsvermittler, erstmals schwarze Zahlen zu schreiben.

          Ende 2015 hatte sich das Unternehmen 100 Millionen Dollar für den Ausbau seiner Geschäfte gesichert. Airbnb wird häufig im Zusammenhang mit dem Fahrdienstvermittler Uber genannt, die beiden Unternehmen sind innerhalb eines Jahres gegründet worden und stehen mit einigen anderen Unternehmen für den Aufstieg der sogenannten Share Economy, deren Geschäftsmodelle darauf aufbauen, dass die Unternehmen keine eigenen Wertgegenstände haben, sondern nur Dienstleistungen oder Waren zwischen Privatpersonen vermitteln.

          Dass das nicht in jedem Fall gutgehen muss, hat der Airbnb-Klon Wimdu zu spüren bekommen. Das Start-up, das zur Internetgesellschaft Rocket Internet gehört, soll kürzlich 60 Aufhebungsverträge an seine Mitarbeiter geschickt haben. Im vergangenen Jahr hat der Wohnungsvermittler knapp 11 Millionen Euro Verlust gemacht. Airbnb und Wimdu kämpfen vor allem in Deutschland mit Regulierungen zur Vermietung von Privatunterkünften.

          Weitere Themen

          Coronavirus bedroht die Weltwirtschaft Video-Seite öffnen

          Zwei neue Fälle in Deutschland : Coronavirus bedroht die Weltwirtschaft

          Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus droht immer stärker die Wirtschaft zu hemmen. Unter den deutschen Exporteuren verschlechterte sich die Stimmung merklich, wie das Ifo-Institut mitteilt. Indes wurden zwei neue Fälle in Deutschland gemeldet.

          Topmeldungen

          Christoph Brühmann, Leiter der Partneragentur "Wir Zwei" in Dreieich

          Partnervermittlung : Wo sich Singles offline verlieben

          Christoph Brühmann bringt Menschen zusammen. Seine Agentur für Partnervermittlung hat sich auf ältere Kunden spezialisiert – und setzt auf Briefe anstatt Mails sowie das Karteikartensystem seiner Mutter.

          Vorwahlkampf der Demokraten : Zwischen Fidel Castro und nacktem Cowboy

          Die letzte Fernsehdebatte der Demokraten vor dem Super Tuesday verläuft chaotisch. Milliardär Michael Bloomberg ist sichtlich bemüht, einen sympathischeren Eindruck zu machen als zuletzt. Aber auch der Linke Bernie Sanders gerät in die Defensive.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.