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Österreich : Wo die Biobauern das Sagen haben

Feldarbeit: Erntehelfer stechen Spargel im österreichischen Marchfeld. Bild: dpa

Nirgendwo in Europa bewirtschaften Bauern so viele Flächen biologisch wie in Österreich. Die Verbraucher schätzen das, doch die Landwirte plagen dennoch Sorgen.

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          Fette braune Erde ist auf den Äckern zu sehen. Viele Teile davon sind von weißen Folien bedeckt. Sie schützen den weißen Spargel darunter vor einer Verfärbung. „Das ist in unseren Breitengraden unerwünscht“, erklärt Markus Brandenstein. In zweiter Generation betreibt er mit seiner Familie den Markhof in Marchegg, eine Autostunde östlich von Wien. Seit 1990 bewirtschaftet er biologisch. Felder werden nur mit Kompost gedüngt, ohne synthetische Spritzmittel. Zudem hält Brandenstein die Felder durch eine entsprechende Fruchtfolge gesund. Er ist damit ein Pionier der biologischen Landwirtschaft zwischen Bregenz und Eisenstadt.

          Michaela Seiser
          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Die östlich von Wien gelegene Ebene ist eines der fruchtbarsten Gebiete Österreichs. Sie wird auch als Kornkammer des Landes bezeichnet. Wegen ihrer hervorragenden Bodeneigenschaften eignet sich die Gegend für den Anbau von Gemüse bestens. Erntehelfer befördern mithilfe einer Spargelspinne die weißen und grünen oberirdischen Sprossen der Pflanze aus dem Boden. Dem setzt auch der Klimawandel zu, Trockenphasen werden in der Gegend länger, Temperaturen steigen eher im Frühjahr. Künstliche Bewässerung wird ausgedehnt. Biolandwirtschaft für Gemüse funktioniert nicht mehr ohne künstliche Bewässerung.

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