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Ende der DFB-Kooperation : Rewe verwandelt den Elfmeter

Rewe und der DFB Bild: dpa

Rewe zieht Konsequenzen aus dem Streit um die Armbinde bei der WM. Das Rauswinden anderer Sponsoren wie Telekom oder Adidas folgt den erbärmlichen Erklärungsversuchen des DFB.

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          Wer auch nur ansatzweise Ahnung von Sport hat, der weiß: Das war eine Hundertprozentige. Der Stürmer stand quasi allein vor dem leeren Tor. Offenbar wollte die Kölner Einzelhandelskette Rewe die Kooperation mit dem Deutschen Fußballbund ohnehin beenden, den Schlusspunkt als Reaktion auf den Armbindenstreit vorzuziehen, gibt gebührende positive Aufmerksamkeit. Verdient.

          Das Rauswinden anderer Sponsoren wie der Telekom oder Adidas folgt den erbärmlichen Erklärungsversuchen des weltweit größtem nationalen Fußballverbands DFB für das Einknicken vor der FIFA. Lieber erstmal wegducken, abwarten, bloß nichts überstürzen. Nicht auszudenken, welche Konsequenz eine harte Reaktion haben würde? Ja, welche eigentlich?

          Wie viel glaubwürdiger ist es doch, jedweden Unternehmenszweck, neudeutsch Purpose, auf Sozialen Netzwerken in Dauerschleife zu vermakeln. Das ganze Gerede von Nachhaltigkeit und dem positiven Einfluss von Unternehmen, neudeutsch positive Impact, zeigt sich weder in Hochglanzbroschüren, noch in einstudierten Vorträgen hoch bezahlter Vorstände. Es zeigt sich in dem, was gesagt und dann wirklich getan wird. Der von Rewe verwandelte Elfmeter war drin, viele andere haben die Chance vertan.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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