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Mietzuschuss : 600.000 Haushalte erhalten Wohngeld

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Wer hier wohnt, hat nicht viel Geld: Blick auf die Wohnhäuser im Dresdner Neubaugebiet Gorbitz Bild: dpa

Dem Wirtschaftsaufschwung sei dank: Deutlich weniger Menschen in Deutschland sind auf Wohngeld angewiesen.

          Genau 592.000 Haushalte in Deutschland haben Ende 2017 Wohngeld bezogen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, waren das 1,4 Prozent aller privaten Haushalte. Die Zahl der Wohngeld-Haushalte sank demnach im Vergleich mit dem Jahr zuvor um 6,2 Prozent.

          Wohngeld wird ärmeren Haushalten gewährt, damit sie die Kosten für eine ausreichende Wohnraum tragen können ohne direkt Hartz-IV beantragen zu müssen. Im Durchschnitt erhalten die Haushalte 150 Euro im Monat. Bund und Länder gaben im vergangenen Jahr zusammen etwa 1,1 Milliarden Euro dafür aus.

          In Mecklenburg-Vorpommern bekamen die privaten Haushalte mit einem Anteil von 3 Prozent am häufigsten Wohngeld, am seltensten in Bayern mit einem Anteil von 0,8 Prozent.

          Obwohl die Zahl der Bedürftigen deutlich gesunken ist, Die Präsidentin des Sozialverbandes VDK, Verena Bentele, sieht trotz des Rückgangs bei der Zahl der Wohngeld-Haushalte Anlass zur Sorge. „Wohnen ist weiterhin ein echter Armutsfaktor“, sagte sie. Besonders bei Älteren oder Familien mit geringem Einkommen reiche das Geld nicht für die Miete. Die Regierung müsse daher endlich handeln und eine effektive Mietpreisbremse einführen, forderte Bentele. Außerdem müsse deutlich mehr in den sozialen Wohnungsbau investiert werden.

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