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Zahlungsdienstleister : Wirecard übertrifft Umsatzerwartungen deutlich

  • Aktualisiert am

Wirecard-Chef Markus Braun Bild: Reuters

Zu Wirecard blieben in letzter Zeit vor allem die Skandale im Kopf. Doch das digitale Bezahlunternehmen aus der Nähe von München ist in seinem Geschäft sehr erfolgreich – wie sich abermals zeigt.

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          Der Zahlungsdienstleister Wirecard hat trotz der Turbulenzen wegen Vorwürfen zu seiner Bilanz den Umsatz im vergangenen Jahr überraschend deutlich gesteigert. Der Erlös kletterte dank des Booms bei elektronischen Zahlungen um 38 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag in Aschheim bei München auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

          Zudem erwartet der Zahlungsdienstleister für 2020 weiterhin einen Anstieg des Betriebsgewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf 1,0 bis 1,12 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr wuchs die Ebitda genannte Größe demnach um rund 40 Prozent auf 785 Millionen Euro.

          „Es ist vor allem ein sehr deutlicher Beleg für die nachhaltige Ertragsstärke unseres Geschäftsmodells“, sagte Vorstandschef Markus Braun. Trotz des Gewinnsprungs verloren die Wirecard-Aktien im vorbörslichen Handel 2,3 Prozent. In der Vergangenheit hat Wirecard seine Gewinn- und Umsatzprognosen mehrfach im Jahr erhöht. Analysten schließen nicht aus, dass Wirecard auch im Laufe von 2020 optimistischer wird.

          Zur laufenden Sonderprüfung der eigenen Bücher machte Wirecard zunächst keine Angaben. Der Konzern hat in Aussicht gestellt, dass die Prüfung zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein könnte. Viel wird davon abhängen, welches Ergebnis die Wirtschaftsprüfer von KPMG bei der laufenden Sonderprüfung zu Tage fördern.

          Sie durchforsten derzeit die Bilanzen von Wirecard und den Tochtergesellschaften im Ausland. Braun hatte die Prüfung in die Wege geleitet, um Vorwürfe der Bilanzfälschung aus der Welt zu schaffen. Die „Financial Times“ hatte in der Vergangenheit immer wieder über angebliche Unregelmäßigkeiten in Bilanzen bei Tochterfirmen im Ausland berichtet. Wirecard weist die Vorwürfe zurück.

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