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Wirecard-Chef Braun : Allein gegen die Spekulanten

  • -Aktualisiert am

Gerne im Rollkragenpullover wie im Silicon Valley: Markus Braun, Vorstandsvorsitzender und Großaktionär von Wirecard, der einzigen jungen Tech-Firma im Dax Bild: Leopold Fiala

Markus Braun hat Wirecard aufgebaut und damit ein Vermögen gemacht. Allerdings wird der Firma Geldwäsche und Bilanzfälschung vorgeworfen. Der Milliardär zieht jetzt in die entscheidende Schlacht um sein Lebenswerk.

          6 Min.

          Markus Braun ist eine Ausnahmeerscheinung unter Deutschlands Managern in der ersten Liga. Keiner der Vorstandschefs eines Dax-Konzerns ist reicher. Keiner ist gleichzeitig sein eigener Großaktionär. Keiner sitzt länger am Ruder. Vor allem aber: Keiner hat mehr zu kämpfen mit dem Ruf der Skandalnudel als Braun mit Wirecard, seiner Firma, die unser aller Geldverkehr im Internet abwickelt. Geldwäsche, Bilanzfälschung, aufgeblähte Umsätze – so lauten die Verdachtsmomente. Alles Humbug aus Sicht von Markus Braun. „Ungerechtfertigte Vorwürfe“, „Behauptungen interessierter Seite“, „schlicht falsch“.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Äußerlich ungerührt lässt er die Dinge an sich abprallen, an diesem Februarmittag in der Konzernzentrale in Aschheim, vor den Toren Münchens, „davon lassen wir uns weder ablenken noch aufhalten“, sagt der Mann im dunklen Rollkragenpullover, der mit den libertären Ideen der Helden im Silicon Valley sympathisiert und sich auch an deren Stil ein Beispiel nimmt. Der Wirtschaftsinformatiker Braun, ein Nerd mit Brief, Siegel und Doktortitel, könnte, wenn er wollte, jeden schwindlig reden mit seinem Tekkie-Vokabular aus den Tiefen des digitalen Raums.

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