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Wirecard-Skandal : Bundesregierung will Vertrag mit „Bilanzpolizei“ kündigen

  • Aktualisiert am

Warum wurden die Schattenmänner der Wirecard nicht korrekt geprüft? Bild: Reuters

Die Bundesregierung handelt im Wirecard-Skandal. Sie will einem Zeitungsbericht zufolge die Zusammenarbeit mit der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung beenden.

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          Die Bundesregierung zieht eine erste Konsequenz aus dem Betrugsskandal um den mittlerweile ehemaligen Dax-Konzern Wirecard. Das Bundesjustiz- und das Bundesfinanzministerium werden nach Informationen der „Bild am Sonntag“ am kommenden Montag den Vertrag zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) kündigen. Dieser privatrechtlich organisierte Verein kontrolliert im Staatsauftrag die Bilanzen und hat im Fall von Wirecard nach Ansicht der Ministerien versagt.

          Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (Bafin) hatte der DPR im Februar 2019 den Hinweis gegeben, dass es Ungereimtheiten in der Halbjahresbilanz 2018 von Wirecard gebe. Die DPR soll dem Manipulationsverdacht aber nicht nachgegangen sein. Erst im Mai dieses Jahres fragte Bafin noch einmal bei der DPR nach. Diese kündigte einen Zwischenbericht für Juli an.

          Die Kündigung des DPR-Vertrags schafft aber keine schnelle Abhilfe bei den offensichtlichen Kontrolllücken. Die Restlaufzeit des Vertrags beträgt 18 Monate. In dieser Zeit müssen die Ministerien eine neue Kontrollstruktur aufbauen.

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