https://www.faz.net/-gqe-a0uro

Wirecard-Skandal : Bundesregierung will Vertrag mit „Bilanzpolizei“ kündigen

  • Aktualisiert am

Warum wurden die Schattenmänner der Wirecard nicht korrekt geprüft? Bild: Reuters

Die Bundesregierung handelt im Wirecard-Skandal. Sie will einem Zeitungsbericht zufolge die Zusammenarbeit mit der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung beenden.

          1 Min.

          Die Bundesregierung zieht eine erste Konsequenz aus dem Betrugsskandal um den mittlerweile ehemaligen Dax-Konzern Wirecard. Das Bundesjustiz- und das Bundesfinanzministerium werden nach Informationen der „Bild am Sonntag“ am kommenden Montag den Vertrag zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) kündigen. Dieser privatrechtlich organisierte Verein kontrolliert im Staatsauftrag die Bilanzen und hat im Fall von Wirecard nach Ansicht der Ministerien versagt.

          Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (Bafin) hatte der DPR im Februar 2019 den Hinweis gegeben, dass es Ungereimtheiten in der Halbjahresbilanz 2018 von Wirecard gebe. Die DPR soll dem Manipulationsverdacht aber nicht nachgegangen sein. Erst im Mai dieses Jahres fragte Bafin noch einmal bei der DPR nach. Diese kündigte einen Zwischenbericht für Juli an.

          Die Kündigung des DPR-Vertrags schafft aber keine schnelle Abhilfe bei den offensichtlichen Kontrolllücken. Die Restlaufzeit des Vertrags beträgt 18 Monate. In dieser Zeit müssen die Ministerien eine neue Kontrollstruktur aufbauen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson in 10 Downing Street

          Doch wieder Brexit-Gespräche : Sie verhandeln auf der roten Linie

          London und Brüssel verhandeln nun doch weiter über eine künftige Partnerschaft. Aber reichen drei Wochen mehr Zeit aus, um die Gräben zu überwinden? Fest steht: EU-Chefunterhändler Michel Barnier hat wenig Spielraum.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.