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Wirecard-Skandal : Aufseher ohne Zähne

Die Konzernzentrale von Wirecard in Aschheim bei München Bild: EPA

Die Finanzaufsicht Bafin gerät im Wirecard-Fall unter Beschuss. Aber auch der Wirtschaftsprüfer EY sieht schlecht aus.

          4 Min.

          Der Skandal um den Zahlungsdienstleister Wirecard erschüttert den Finanzplatz und rückt die Finanzaufsicht in den Blickpunkt. Nachdem am Montag der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Felix Hufeld, Fehler seiner eigenen Behörde eingeräumt hatte, legte am Dienstag Bundesfinanzminister Olaf Scholz als oberster Dienstherr der Aufsicht nach: „Der Fall Wirecard ist in höchstem Maße besorgniserregend“, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          Seiner Ansicht nach stellen sich kritische Fragen auch der Aufsicht über das Unternehmen, insbesondere mit Blick auf die Rechnungslegung und die Bilanzkontrolle. „Hier scheinen Wirtschaftsprüfer wie Aufsichtsbehörden nicht effektiv gewesen zu sein“, sagte Scholz, nachdem er am Tag zuvor die Bafin noch in Schutz genommen und gesagt hatte, sie habe ihren Job gemacht. Scholz forderte am Dienstag die Bafin auf, eigene Fehler schleunigst zu identifizieren und abzustellen.

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