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Wirecard : Anleger verklagen EY

Wirecard-Bilanzskandal: Sechs Anleger verklagen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY. Bild: EPA

Mehrere Anleger verklagen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY. Sie werfen den Prüfern von Wirecard vor, bis zu dem letzten testierten Jahresabschluss 2018 keine Unregelmäßigkeiten beim einstigen Dax-Konzern beanstandet zu haben.

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          Im Bilanzskandal von Wirecard sieht sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY mit mittlerweile sechs Anlegerklagen konfrontiert. Die Klageschriften seien den Prozessanwälten von EY zugestellt worden, bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts Stuttgart. Die größte Forderung von 9,5 Millionen Euro Schadenersatz stellt ein institutioneller Anleger, der von der Kanzlei Schirp aus Berlin vertreten wird.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In einer anderen Klage hätten sich 15 Privatanleger zusammengeschlossen und würden 1,95 Millionen Euro verlangen, sagte die Justizsprecherin. Die übrigen Klagen verteilen sich auf Privatanleger mit fünfstelligen Streitwerten. In Stuttgart hat die Beratungsgesellschaft ihren Deutschland-Sitz; neben der Gesellschaft sollen auch die jeweils handelnden Prüfer für ihre Fehler haften. Die Kläger werfen den langjährigen Prüfern von Wirecard vor, bis zu dem letzten testierten Jahresabschluss 2018 keine Unregelmäßigkeiten beim einstigen Dax-Konzern beanstandet zu haben. Auf solche Aussagen vertrauten private wie institutionelle Anleger, die nun den Kursdifferenzschaden ersetzt verlangen.

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