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Deutsche Standorte : So sortiert VW die Werksbelegung neu

Montage in Hannover: VW steht vor der Planungsrunde des Aufsichtsrats für die Investitionen der nächsten Jahre. Bild: dpa

Der Streit um die Zukunft von VW-Konzernchef Diess bleibt weiter ungeklärt – doch bevor die Pläne für die Auslastung der verschiedenen Produktionsstätten endgültig klar sind, muss eine Lösung her. Betroffen ist unter anderem Hannover.

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          Es ist ein merkwürdiges Bild, das die Führung des Volkswagen-Konzerns derzeit abgibt. Im Streit um die Zukunft von Vorstandschef Herbert Diess war nach tagelangen Krisengesprächen auch am Montag noch unklar, ob der 63 Jahre alte Manager an der Spitze von VW bleiben kann. Nach intern vorgetragenen Rechenspielen um einen Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen in Deutschland hatte die Arbeitnehmerseite ihm das Vertrauen entzogen, weshalb jetzt unter Hochdruck nach einer Lösung gesucht wird, um noch vor der Planungsrunde des Aufsichtsrats für die Investitionen der nächsten Jahre am 9. Dezember Klarheit zu schaffen. Auf Ebene der Sachfragen, etwa zur künftigen Werksbelegung in Deutschland, gibt es dagegen durchaus Fortschritte. Das betrifft unter anderem den Standort Hannover.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Dort drohte dem Werk von VW Nutzfahrzeuge eine Unterauslastung, nachdem sich Pläne für den Bau sportlicher Geländewagen anderer Konzernmarken geändert hatten. Eigentlich sollte die Fabrik vom Jahr 2024 an sogenannte D-SUV von Audi, Porsche und Bentley fertigen, die auf dem von Audi entwickelten Zukunftsprojekt Artemis basierten, einem teilautonom fahrenden E-Fahrzeug der Premiumklasse. Porsche hatte jedoch die Zusage zurückgezogen, unter anderem weil der Sportwagenhersteller seinen neuen SUV lieber auf einer eigenen Plattform bauen will, was in Hannover nur schwer umsetzbar wäre.

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