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Energiewirtschaft : Wien entdeckt die Geothermie

Markanter Bau: Abwärme der Wiener Müllverbrennungsanlage Spittelau wird schon länger zur Produktion von Fernwärme genutzt. Bild: Huber Images

Kaum eine andere europäische Stadt hat ähnlich ideale Voraussetzungen für Geothermie wie Wien. Schon länger wird die Abwärme einer Müllverbrennungsanlage zur Produktion von Fernwärme genutzt, bis 2040 will die Stadt klimaneutral sein.

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          Wien zeigt sich experimentierfreudig auf dem Weg zu mehr Klimafreundlichkeit. Dazu gehört etwa das Vorzeigeprojekt im zweiten Bezirk mit dem Niedertemperaturnetz-Wärmeverteilnetz (Anergienetz „Energie Krieau“), für das eine innovative Energieversorgung für Kühlung und Heizung geschaffen wurde. Künftig will der Energieversorger Wien verstärkt Energie aus Fernwärme nutzen. Dazu soll auch ein Heißwasservorkommen Einsatz finden, das sich tief unter der Donaumetropole befindet.

          Michaela Seiser
          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Seit fünf Jahren erforscht der Energiedienstleister mit dem Projekt „GeoTief Wien“ gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie den geologischen Untergrund im Großraum der österreichischen Bundeshauptstadt. Herauskristallisiert hat sich dabei das Aderklaaer Konglomerat als ein vielversprechendes Heißwasservorkommen für die Tiefe Geothermie. Bei einer Tiefe von rund dreitausend Metern sollte die Wassertemperatur bei bis zu hundert Grad Celsius liegen und könnte sich damit für die Nutzung für die Fernwärme eignen. Bevor der Beschluss zur Umsetzung einer Geothermieanlage fällt, werden bis zum kommenden Frühjahr noch weitere Forschungsarbeiten durchgeführt.

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