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Eigenes Betriebssystem : Wie Volkswagen seine Software zur Marke machen will

Für das Digitale im Volkswagen: Software-Vorstand Christian Senger Bild: Carsten Germis

Die Wolfsburger sehen im vernetzten Auto die Zukunft. Mit Christian Senger gibt es einen eigenen Vorstand für Software. Der muss jetzt die richtigen Partner finden.

          4 Min.

          Volkswagen-Vorstand Christian Senger hat große Probleme. Im März ist er mit Mitte 40 erster Vorstand in einem deutschen Automobilunternehmen geworden, der allein die Vernetzung des Autos und die Software verantwortet. Er begann im Vorstand der Marke VW in Wolfsburg als „König ohne Land“ und ohne konkrete Zuständigkeiten. Das ändert sich nun rasant. „Die Organisation übernimmt bereits jetzt immer mehr Projektverantwortung“, sagte Softwarevorstand Senger im Gespräch mit der F.A.Z. über die Software-Einheit „Sie wird mit einem eigenen Budget ausgestattet und eine eigene Produkt-Roadmap führen.“

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Perspektivisch sieht er die Software-Einheit im Volkswagen-Konzern als eigene Marke, auf Augenhöhe mit den anderen Konzernmarken VW, Audi, Porsche, Skoda oder Seat. „Für die Software-Organisation streben wir eine größtmögliche Eigenständigkeit an“, sagte Senger. „Perspektivisch wollen wir sie zum Technologiepartner unserer Marken aufbauen.“ Mit rund 500 Software-Fachleuten in einer, wie es bei VW heißt, „agilen Software-Einheit“ hat Senger im Frühjahr begonnen, bis 2025 will der Wolfsburger Konzern mehr als 5000 Digital-Fachleute unter seiner Führung bündeln.

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