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Was können die Scheichs? : Der Kampf um die Deutsche Bank

  • -Aktualisiert am

Bild: Illustration Deposit; Bearbeitung F.A.S.

Qatar hält knapp 10 Prozent der Anteile an der Deutschen Bank. Reicht das, um die Kontrolle über den Konzern zu erlangen?

          5 Min.

          In und um die Deutsche Bank tobt ein Kampf um Macht und Einfluss: Reichen den Scheichs aus Qatar zehn Prozent der Deutsche-Bank-Anteile, um die Herrschaft über den Konzern zu erlangen? Diese bange Frage verknüpft sich mit der Furcht, dass die Bank die Kontrolle über Köpfe wie Strategie an die Eigentümer aus dem Morgenland verlieren könnte. Deren Sachwalter werden zunehmend als unheimlich, ja als bedrohlich angesehen: „Das sind die wahren Chefs im Konzern“, so ist in Frankfurt zu hören.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Für die Konzernspitze ist die Lage denkbar heikel, schließlich sind Manager auch nichts anderes als gut bezahlte Angestellte, deswegen können sie schlecht über die Eigentümer ihres Unternehmens herziehen. „Wir begrüßen jeden Investor, der Vertrauen in uns hat“, diese Wendung haben sich Konzernchefs für solche Situationen antrainiert. Mal meinen sie das ernst, mal weniger. Denn jeder weiß: Manche Aktionäre sind willkommener als andere. Ein norwegischer Staatsfonds genießt eine andere Reputation als Ölscheichs, die in der Liste der Schurkenstaaten weit oben, im Demokratie-Ranking aber weit unten stehen. Erst recht, wenn sie wie im Fall von Qatar auch noch mit Arbeitssklaven und Terrorfinanzierung in Verbindung gebracht werden – was die Herrscherfamilie weit von sich weist.

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