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Chefaufseher von Wirecard : Seine letzte Chance

Schreckt nicht zurück vor unbequemen Aufgaben: Thomas Eichelmann gilt als durchsetzungsstark und als jemand, der immer die volle Kontrolle haben möchte. Bild: Bert Bostelmann/laif

Thomas Eichelmann hat als Chefaufseher von Wirecard eine heikle Aufgabe übernommen. Nun räumt er in dem Dax-Konzern auf. Wie früher bei der Deutschen Börse.

          3 Min.

          An Transparenz, dem großen Manko des Wirecard-Konzerns, wird es unter der Regie von Thomas Eichelmann nicht mangeln. Gerade erst hat der seit Januar amtierende Chefaufseher den Vorstand des Zahlungsabwicklers um drei Personen erweitert, die Befugnisse neu verteilt und damit die scheinbare Alleinherrschaft vom Vorstandsvorsitzenden Markus Braun beendet.

          Daniel Mohr

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Der Aufsichtsrat hatte unter der Führung von Eichelmann ein Sondergutachten bei KPMG über das Geschäftsgebaren von Wirecard in Auftrag gegeben, um für mehr Transparenz zu sorgen. Ein für alle Mal sollten die Vorwürfe um frisierte Bilanzen, aufgeblähte Umsätze in Geschäften mit Drittpartnern und weitere Ungereimtheiten aus der Welt geschafft werden. Zwar fanden die KPMG-Prüfer keine Beweise für irgendwelche Bilanztäuschungen, aber sie konnten dem Vorstand auch keinen Persilschein ausstellen. Die Veröffentlichung ihres Gutachtens ging mit einem Kurssturz von fast 40 Prozent der im Dax notierten Wirecard-Aktie einher.

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