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Technisat : Sie brachten den Ostdeutschen das Satellitenfernsehen

Im Jahr 2006: Ein Fernsehmonteur von Technisat lässt die damals neuartigen LCD-Fernsehgeräte zur Probe laufen. Bild: dpa

Nach der Wende montierte Technisat seine Satellitenschüsseln in den neuen Ländern. Heute gilt das Unternehmen als letzter deutscher Fernseherproduzent.

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          Funklöcher gab es in Deutschland schon in der Vor-Handy-Ära. Zwei sind besonders gut dokumentiert: Die Räume Dresden und Greifswald waren so weit von westdeutschen Fernsehfunkantennen entfernt, dass vor allem das Gebiet um die sächsische Metropole als „Tal der Ahnungslosen“ in die Geschichte einging. Mit der Wende sollte sich das schnell ändern, und ein Unternehmen ausgerechnet aus dem tiefsten Westen, der Eifel, hatte daran einen erheblichen Anteil.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Besuch in Daun, bekannt geworden durch die Maare in der Region, wassergefüllte Mulden vulkanischen Ursprungs. Und durch den Unternehmer Peter Lepper, inzwischen über 70, der dort ein ungewöhnliches Firmenkonglomerat aufgebaut hat. Zu seiner Techniropa-Holding gehört der Konsumelektronikspezialist Technisat, 1987 gegründet und einer der Pioniere des TV-Satellitenempfangs. Lepper, ein Unternehmenspatriarch alter Schule, vereinigt viele Eigenschaften in seinem Charakter: Dominanz und Unbequemlichkeit ebenso wie eine soziale Ader. Vor allem aber gilt er als Mann mit einem guten Gespür für Geschäfte, wie sich schon in den Wendejahren zeigte.

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