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Für Einzelhändler und Flughäfen: Sensoren an der Decke zählen und lenken die Kundschaft. Bild: ALESSANDRO DELLA BELLA

Sicherheit im Supermarkt : Mit Sensoren statt Türstehern gegen Corona

Die ersten Supermärkte in Deutschland setzen auf digitale Zugangskontrolle. Die Technologie soll den Kundenansturm lenken und Daten zur Marktforschung liefern.

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          Auf dem Ikea-Parkplatz in Köln-Godorf drängen sich Hunderte Menschen aneinander. Einige tragen Mundschutzmasken, andere stehen maskenfrei mit dem Einkaufswagen in der Warteschlange, die über die gesamte Parkfläche reicht. Ikea hat nur wenige Sicherheitsleute zur Bewältigung des Kundenansturms im Einsatz, die meisten Kunden halten sich nicht an die Abstandsregeln. Die Bilder vom Eröffnungswochenende des schwedischen Möbelhauses sorgten im Internet für viel Kritik, die Stadt Köln forderte Ikea auf, mehr Personal einzustellen.

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Während Ikea der Forderung nach mehr Sicherheitsleuten nachkommen will, treibt auch andere Einzelhändler in Deutschland die Frage um, wie das Infektionsrisiko in den Filialen eingedämmt werden kann. Zwar erwarten die meisten Händler trotz der ersehnten Lockerungen keinen Kundenansturm, doch die Verordnungen der Bundesregierung führen dazu, dass nur wenige Kunden auf einmal in die Läden dürfen und sich vor einer Filiale schnell lange Warteschlangen bilden. Während in Nordrhein-Westfalen nur eine Person auf 10 Quadratmeter in den Laden darf, gilt in Bayern ein Verhältnis von einer Person auf 20 Quadratmeter. Vielen Händlern bleibt nur eines: Sie müssen ihre Kunden zählen. Dafür stehen oftmals Türsteher und Sicherheitspersonal am Eingang und kontrollieren, wie viele Kunden schon im Laden sind. Die Personalkosten dafür sind hoch, der Drogeriemarkt Rossmann hat nach eigenen Angaben Hunderte Sicherheitsleute zusätzlich eingestellt. Hinzu kommen die gesundheitlichen Risiken: Selbst mit Masken müssen Mitarbeiter vor Läden in Fußgängerzonen als virusexponiert gelten.

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