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Wie sich Unternehmen anpassen : Maske statt Matratze

Die Baumwollmasken von BeWooden, ein Unternehmen, das eigentlich Holzaccessoires herstellt Bild: BeWooden

Tausende Unternehmen bangen in der Corona-Krise um ihre Existenz. Einige Produkte sind dagegen gefragt wie nie – zum Beispiel Schutzausrüstungen. Wer kann, passt sich an.

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          Markus Wegerich hat eine neue Rolle. In der fühlt er sich aber nicht besonders wohl. „Es ist befremdlich: Wir werden mit Lob überschüttet, dabei geht es hier doch gar nicht um unser Hauptgeschäft“, sagt der Chef von Schaumstoffe Wegerich. Auch sein Mitarbeiter im Würzburger Laden stöhnt erst und sagt dann: „Dass wir dafür so viel Aufmerksamkeit bekommen, ist ja eigentlich nicht Sinn der Sache.“

          Sarah Obertreis

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          In dem Geschäft von Schaumstoffe Wegerich sitzt er allein – nicht weil noch Kunden kommen würden, die könnten ja gar nicht, auch wenn sie wollten. Sondern weil hier das Telefon steht. Wegerich und seine 47 Angestellten produzieren eigentlich Matratzen, Polster für Sofas, Kissen und Schaumstoffe, die die Akustik im Wohnzimmer verbessern sollen. An normalen Tagen kommen Kunden wie ungeduldige Wohnmobilfahrer, die nach Korsika wollen, aber vergessen haben, dass die maßgefertigte Matratze im neuen Ferienauto noch fehlt.

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