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Konzernchef im Gespräch : „Shell muss sich ändern“

Der Niederländer Ben van Beurden, Jahrgang 1958, ist seit 2014 Vorstandsvorsitzender des Ölkonzerns Shell. Bild: Ed Robinson/Shell

Ben van Beurden, der Chef von Europas größtem Ölkonzern, spricht im Interview über den Umstieg auf erneuerbare Energien, Heuchelei an der Börse und den brennenden Regenwald.

          8 Min.

          Herr van Beurden, Shell ist Europas größter Ölkonzern. Jetzt wollen Sie plötzlich der weltgrößte Anbieter von grünem Strom werden. Kritiker halten das für Greenwashing. Was entgegnen Sie?

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wer uns das vorwirft, der macht es sich schon ziemlich einfach. Der Punkt ist doch: Wir sehen, dass sich das Energiesystem wandelt, und wenn die Gesellschaft andere Energieprodukte will als bisher, dann müssen wir als Unternehmen uns umstellen – jedenfalls dann, wenn wir langfristig relevant bleiben wollen. Die Gesellschaft verändert ihr Verbrauchsverhalten vielleicht nicht nächstes Jahr. Vielleicht wird das zehn Jahre dauern. Aber wenn es so weit ist, dann will Shell die Nase vorn haben.

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