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Drittgrößter Autozulieferer : Nicht bloß Hardware-Lieferant

Continental Bild: dpa

Durch die Abspaltung seiner Antriebssparte will Continental flexibler werden. Doch der Erfolg der neuen Struktur muss sich in der Zukunft erst noch zeigen.

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          Wenn der Autozulieferer Continental in wenigen Wochen seinen 150. Geburtstag feiert, wird das rauschende Fest wohl ausbleiben, zumindest im klassischen Sinne. Corona erhebt sich zur vierten Welle, das lässt Partys an Standorten rund um die Erde unpassend erscheinen. Etwas Feierstimmung soll trotzdem aufkommen, etwa mit einer live im Intranet übertragenen Show, bei der Konzernchef Nikolai Setzer einen Blick in Vergangenheit und Zukunft des Traditionshauses aus Hannover werfen will. Veränderung, das wird er in seiner Rede zum Jubiläum wohl herausstellen, war schon immer Teil der Identität des Konzerns. Oft ist Conti gestärkt daraus hervorgegangen.

          Der Rückblick hilft vielleicht, die Gemüter ein wenig zu beruhigen. Denn auch jetzt steckt das Dax-Unternehmen, drittgrößter Autozulieferer der Welt nach Bosch und Denso, mitten im Wandel. Über die Jahre war ein ausuferndes Portfolio an Geschäften entstanden, das im Boom hohe Gewinne abwarf. Als sich die Autokonjunktur von 2018 an eintrübte und 2020 Corona ausbrach, traten die Schwächen dagegen offen zutage. Langsam legt sich der Staub, auch wegen eines Umbaus, der global 30.000 Stellen betrifft und dessen nächster Schritt die Abspaltung der Antriebssparte über einen Spin-off Mitte September sein soll. Dennoch bleibt Conti vielerorts eine Baustelle. Die Robustheit der neuen Struktur muss sich erst zeigen.

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