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Revolution in Uhrenindustrie : Die gute alte Zeit und die neue Technik

Mit dem Werk W666 entwickelte Junghans vor 50 Jahren das erste Quarzwerk für eine Armbanduhr und orientierte sich dabei am Großquarzwerk W610. Bild: Uhrenfabrik Junghans

Die Quarz-Revolution trieb viele Uhrenhersteller einst in die Pleite. Mancher hat überlebt und produziert wieder Mechanik – wie das deutsche Unternehmen Junghans.

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          Es war eine technologische Revolution, an der die Deutschen vor einem halben Jahrhundert kräftig mitarbeiteten: Deutsche Uhrenunternehmen unter Führung von Junghans standen den tonangebenden Japanern und Schweizern nur wenig nach, als es um die Erfindung der Quarz-Armbanduhr ging. Vor genau 50 Jahren präsentierte Junghans in einer Pressekonferenz im Frankfurter Hotel Interconti seine erste Version dieses Uhrentyps; ein Uhrentyp, der die Branche umkrempeln sollte. Allerdings anders, radikaler und dramatischer als erwartet.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Mit Preisen teilweise im vierstelligen Bereich waren die hochexakten Uhren fürs Handgelenk anfangs ein Hightech-Luxusprodukt. Doch diese Positionierung änderte sich bald. Unter der Überschrift „Die elektronische Uhr dringt vor“ ahnte die F.A.Z. schon im Jahr 1975: „Trotzdem kann die vollelektronische Uhr, die heute noch mehrere hundert Mark kostet, so billig produziert werden, dass sie für breite Käuferschichten interessant wird.“ Bei einer Jahresproduktion von mindestens einer zweistelligen Millionenzahl sei ein Verbraucherpreis von unter 100 DM möglich, lautete damals die Prognose, die sich schnell erfüllte.

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