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Opel-Chef im Porträt : Der Marathonmann

Michael Lohscheller Bild: Lucas Bäuml

Als Michael Lohscheller Chef der deutschen Automarke Opel wurde, stand sie am Abgrund. Vier Jahre später ist Opel wieder da – und der Manager sieht seine Aufgabe noch nicht als beendet an.

          4 Min.

          Am Tag des offiziellen Neustarts von Opel wird schnell deutlich, was auf Michael Lohscheller zukommen wird. Auf einer Pressekonferenz am Opel-Stammsitz Rüsselsheim zeichnet der Vorstandsvorsitzende des Opel-Eigners PSA Peugeot Citroën ein dunkles Bild der Lage.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Fast 20 Milliarden Dollar Verlust habe Opel in den 17 Jahren zuvor angehäuft, rechnet PSA-Chef Carlos Tavares vor. Mehr als 30.000 Stellen seien gestrichen worden, mehr als 3 Prozentpunkte Marktanteil verloren gegangen. Dass die Lage dramatisch sei, wiederholt Tavares mehrfach. Deshalb brauche Opel jetzt ein Management, das mit Verantwortung agiere und ohne Angst. „Die unbeliebten Anführer von heute werden die Helden von morgen sein“, ergänzt er mit Blick auf Lohscheller, der damals, im November 2017, erst wenige Monate Opel-Chef ist.

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