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Die Macht der Managerkinder : Klimaverhör am Küchentisch

Wenn zwei Welten aufeinandertreffen: Fridays-for-Future-Aktivisten demonstrieren vor einem Siemens-Gebäude in Berlin. Bild: EPA

Auch Vorstandschefs haben klimabewegte Kinder. In Interviews berichten sie von Diskussionen am Küchentisch und wie das angeblich ihre Entscheidungen beeinflusst. Doch wie läuft das ab? Der REWE-Chef gibt Einblicke.

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          Bei Familie Souque zu Hause gibt es nur noch selten Avocado-Toasts. Das haben die Töchter beschlossen, obwohl sie die Beerenfrüchte eigentlich gern essen. Aber sie haben erfahren, dass diese in der Herstellung sehr viel Wasser verbrauchen. Vater Lionel wird am heimischen Esstisch daran erinnert, dass Granatapfelkerne und Himbeeren nur dann akzeptabel sind, wenn sie nicht in Plastikverpackungen nach Hause transportiert worden sind. Sonst gibt es einen Rüffel der Familie.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          „Themen, die sonst nur in meinem Beruf eine Rolle spielen, sind jetzt beim Frühstück oder Abendessen Gesprächsstoff in der Familie“, sagt Lionel Souque, der im beruflichen Leben Vorstandsvorsitzender der REWE-Gruppe ist. Deshalb muss er während der Arbeit Strategien entwickeln, wie eine der führenden deutschen Supermarktketten vom Plastikmüll wegkommt. Gegenüber seinen Töchtern zu Hause dagegen muss er sich rechtfertigen, wenn er dabei nicht schnell genug ist. Jugendliche erhöhten den Druck, in dem sie sagten: „Wir wollen wissen, was eure nächsten Schritte sind. Und zwar schnell!“, benennt Souque die Erwartungen.

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