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Lebensmittel-Lieferdienst : Knuspr, Knuspr, Knäuschen

Erich Comor, Vorstandschef von „Knuspr“ ist bereit, Rewe und Co zu attackieren. Bild: Finn Winkler

Wer knabbert da an der Dominanz der großen Supermärkte? Das Start-up Knuspr liefert Lebensmittel in drei Stunden – und will Rewe und Co. angreifen. Seinen Fokus dabei legt es auf vielfältige Auswahl und regionale Produkte.

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          Wie sieht der Einkauf der Zukunft aus? Werden wir weiterhin alle in Supermärkte gehen, so wie es selbst im strengsten Lockdown war? Oder werden wir auch Lebensmittel geliefert bekommen, wie es schon für Elektronik und Kleidung für viele Menschen üblich geworden ist? Wenn es nach Erich Comor geht, wird die zweite Option eintreten. Der wöchentliche Großeinkauf mit der Familie werde weiterhin stattfinden, sagt er – nur eben online. Er rechnet damit, dass in zehn bis fünfzehn Jahren rund ein Drittel der Lebensmitteleinkäufe in Deutschland im Netz stattfinden werden.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Comor hat eine Motivation für diese Einschätzung. Der 52 Jahre alte Tscheche ist Geschäftsführer des Online-Supermarkts Knuspr , der zum tschechischen Rohlik -Konzern gehört. Der Lebensmittel-Lieferdienst hat im vergangenen Jahr in München damit angefangen, Einkäufe zu Kunden nach Hause zu bringen, und expandiert jetzt ins Rhein-Main-Gebiet. Am Montag eröffnet sein Versandzentrum in Bischofsheim südwestlich von Frankfurt. Von dort aus sollen Kunden in der Mainmetropole, in Wiesbaden, Mainz, Offenbach und Darmstadt beliefert werden. Comor weiß, was er tut: Im Großraum München bringt Knuspr schon 3000 Lieferungen am Tag zu Kunden. „Unsere wahren Konkurrenten sind Rewe und Edeka , die Offline-Supermärkte“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z.

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