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Fusionen von Großunternehmen : Je größer, desto besser?

  • -Aktualisiert am

Illustration: Der wirtschaftliche Wettbewerb wird von einem Kettenpanzer überrollt. Bild: Peter von Tresckow

Die neue „Nationale Industriestrategie“ des Wirtschaftsministers ist kontraproduktiv. Fusionierte Großunternehmen sind weniger innovativ, weil der Wettbewerbsdruck nachlässt. Ein Gastbeitrag.

          5 Min.

          Wie können wir unser hohes Maß an privatem und öffentlichem Wohlstand dauerhaft erhalten und ausbauen – unter den Bedingungen zunehmender Globalisierung, enorm beschleunigter Innovationsprozesse und expansiv beziehungsweise protektionistisch betriebener Wirtschaftspolitik anderer Länder?“ So fragt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und versucht mit seinem Papier „Nationale Industriestrategie 2030“ eine Antwort zu geben. Dass der Minister diese Diskussion erneut angestoßen hat, begrüßen viele Ökonomen. Die konkreten Vorschläge sind jedoch sehr kontrovers aufgenommen worden.

          Auf besonders heftigen Widerspruch unter Wettbewerbsökonomen ist die anvisierte Lockerung der Fusionskontrolle gestoßen. „Größe zählt – Size matters“ heißt es wörtlich im Papier des Bundeswirtschaftsministers. In einem offenen Brief haben sich mehr als vierzig prominente Wettbewerbsökonomen aus ganz Europa gegen diese Idee gewendet.

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