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Erdgas-Markt : Mehr Effizienz bei der Energieversorgung Europas

Rohre für den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 Bild: dpa

Der Chef von Europas größtem Gaspipelinenetz Marco Alverà findet Amerikas Forderungen zu Nord Stream 2 unmoralisch – und will künftig statt Erdgas Wasserstoff durch die Leitungen schicken, um Europas Energieversorgung effizienter zu machen.

          5 Min.

          Während sich in Deutschland alle Fragen der Gasversorgung nur noch um die umstrittene Pipeline Nord Stream 2 von Russland bis an die deutsche Ostseeküste zu drehen scheinen, hat Marco Alverà aus Rom die Versorgung von ganz Europa mit Gas im Blick, darüber hinaus auch noch eine Zukunft ohne Erdgas. Alverà ist Geschäftsführer des börsennotierten, staatlich kontrollierten Gasnetzbetreibers Snam, der sich mit seinem Netz von 41.000 Kilometern Pipelines längst über die Grenzen Italiens hinaus entwickelt hat, zum Betreiber der größten Infrastruktur für Erdgas in Europa.

          Tobias Piller
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Aus der Sicht von Alverà hat sich Europas Gasmarkt inzwischen weit von den Selbstverständlichkeiten früherer Jahrzehnte entfernt: „Europas Gasmarkt ist in den Niederlanden mit Shell und Esso entstanden, die in den Sechzigerjahren vor der Stadt Groningen die ersten Gasfelder entdeckten. Doch leider ist in Groningen aus umweltpolitischen Gründen die Gasförderung am Ende.

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