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MV-Gruppe in der Insolvenz : Ein Fanal für die Schiffbauindustrie

Äußerlich wie immer: Die Werft in Wismar gibt auch nach der Insolvenz der MV-Gruppe ein gewohntes Bild ab. Bild: Reuters

Nach der Insolvenz der MV-Werften geht das Ringen mit dem malaysischen Eigentümer Genting weiter. Der ist selbst in schwerer Not.

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          Ein bitterer Tag, ein trauriger Tag, ein Schock: So lauteten die Reaktionen auf den Insolvenzantrag der MV-Werften zu Wochenbeginn. Am Tag danach wurden die möglichen Perspektiven für die Standorte und die knapp 2000 Beschäftigten ins Visier genommen. Viele Fragen dazu können wohl frühestens dann beantwortet werden, wenn Insolvenzverwalter für alle Standorte berufen sind, die wiederum dann zunächst die Rechtslage sortieren müssen. Zwei Fakten kristallisieren sich indes heraus: Die Arbeit in Wismar könnte trotz Insolvenz erst einmal weitergehen. An den anderen Standorten wird es schwieriger.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Grund dafür ist, dass der malaysische Eigentümer Genting weiter eine Rolle spielen wird, weil er beim Kauf der MV-Holding im Jahr 2016 den jeweiligen Betrieb vom zugehörigen Besitz an Anlagen und Grundstücken trennte. Für diese Besitzgesellschaften ist offenbar teils keine Insolvenz angemeldet worden, sodass Genting weiter die Geschicke der Werften mit bestimmt. Sofern ein Verkauf zu einem angemessenen Preis nicht möglich ist, muss damit gerechnet werden, dass potenzielle Investoren sich zurückhalten.

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