https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wie-es-mathias-von-tucher-ins-donaudelta-verschlug-und-warum-er-gerne-laenger-im-grenzgebiet-von-moldau-der-ukraine-und-rumaenien-bleiben-will-18165530.html

Personalie : Moldawiens deutscher Hafenmeister

Kämpft gegen eine feindliche Übernahme: Mathias von Tucher Bild: Andreas Mihm

Wie es Mathias von Tucher ins Donaudelta verschlug und warum er gerne länger im Grenzgebiet von Moldau, der Ukraine und Rumänien bleiben will.

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          Der Hafen von Giurgiulești sei seit Beginn seiner noch jungen Geschichte Anlass für politische Debatten, gerichtliche Kontroversen und „Wirtschaftskriminalität auf hohem Niveau“ gewesen. Der das sagt, heißt Mathias von Tucher, ist 55 Jahre alt und promovierter Diplomwirtschaftsgeograph aus München. Er steckt mittendrin als Generaldirektor der Danube Logistics, die den Hafen in dem moldawischen Grenzort betreibt. Und dieser Hafen bekommt nun wegen des Überfalls Russlands auf die Ukraine eine neue Bedeutung.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Dass von Tucher hier gelandet ist, ist Zufall. Nach Jahren bei BMW und als Geschäftsführer einer mittelständischen Holding in Hannover hatte er eine Auszeit genommen, einen alten Freund in Moldau besucht. Der hatte dort beruflich mit dem Hafen zu tun und suchte einen Direktor. „Ich kann dir nicht versprechen, dass das was Langfristiges wird, aber ich kann dir versprechen, es wird nie langweilig“, sagte der. Daran erinnert sich von Tucher noch gut, auch wenn er heute einschränkt: „Man konnte ja nicht ahnen, dass es so extrem wird.“

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