https://www.faz.net/-gqe-9pkv3

Nachfolge im Familienkonzern : Vier Grohe-Brüder erfinden sich neu

Nachfolge mal vier: Die Brüder Grohe im Büro der Syngroh Capital im Main Tower, von links: Richard Grohe, Jan Nikolas Grohe, Philippe Grohe und Nicolas Grohe. Bild: Bäuml, Lucas

Die Brüder Grohe waren Inhaber eines Konzerns, jetzt sind sie Financiers. Ein Familienunternehmen wird so zur Unternehmerfamilie – auch zum Wohl der insgesamt vierzehn Kinder.

          4 Min.

          Sie hatten alles: ein gesundes Familienunternehmen (die Armaturenfabrik Hansgrohe, 1,1 Milliarden Euro Umsatz), attraktive Stellungen und Aussicht auf ein großes Erbe. Sie, das sind Richard (53 Jahre), Philippe (52), Nicolas (43) und Jan Nikolas (genannt Janik, 32) Grohe. Sie waren im väterlichen Unternehmen Vorstand für Innovation (Richard), Markenchef der Luxusmarke Axor (Philippe) oder bauten das Amerikageschäft mit auf (Nicolas). Nur der jüngste Bruder Jan Nikolas war nicht im väterlichen Betrieb beschäftigt. Die drei älteren Brüder hatten Betriebszugehörigkeiten von jeweils mehr als zehn Jahren. Sie erlebten (mit ihrem Vater Klaus) den Aufschwung des Unternehmens und seine Internationalisierung, sie gaben die Mehrheit von 68 Prozent an die amerikanische Masco Corporation ab und überließen den Chefposten mit Thorsten Klapproth (vormals WMF) einem Familienfremden.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          „Die Firma war aus der Familie rausgewachsen“, beschreibt Richard Grohe die Empfindungen auch seiner Brüder. „Wir allein hätten sie niemals so groß machen können. Wir sind an die Grenzen unserer Möglichkeiten gestoßen. Und wir hatten das Gefühl, dem Unternehmen nichts mehr geben zu können.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der Verleger Holger Friedrich hat sich gleich in mehreren Punkten verrechnet.

          „Berliner Zeitung“ : Verleger Friedrich hat sich verspekuliert

          Stasi-Vorwürfe, Interessenkonflikt und nun auch noch eine Abfuhr des Berliner Senats. Für den IT-Millionär Holger Friedrich erweist sich sein Investment in den Berliner Verlag als echtes Problem. Sein Geschäftsmodell steht in Frage.
          Eine Randfigur? Kronprinz Wilhelm von Preußen (r.) mit Joseph Goebbels (M.) und Georg Heinrich von Neufville beim Polizeisportfest 1933 in Berlin

          Coup von Böhmermann : Alles ans Licht

          TV-Moderator Jan Böhmermann hat die vier Gutachten zu den Entschädigungsansprüchen des Hauses Hohenzollern veröffentlicht. Jetzt kann die Öffentlichkeit endlich frei über den Fall diskutieren.