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Interview mit Edmund Stoiber : „Social Media versagt in der Corona-Krise“

Edmund Stoiber fordert: „Wir brauchen eine überzeugende Antwort auf die amerikanischen Herausforderer, auf Netflix, Facebook, Google & Co., die immer stärker in den europäischen Markt eindringen.“ Bild: Jan Roeder

Das Fernsehen muss seiner Verantwortung gerecht werden, sagt Bayerns früherer Ministerpräsident Edmund Stoiber im Gespräch, der heute das Unternehmen Pro Sieben Sat1 berät.

          4 Min.

          Herr Stoiber, erlebt das traditionelle Fernsehen in der Corona-Krise gerade eine Renaissance?

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Renaissance ist vielleicht etwas übertrieben, aber das Informationsbedürfnis der Gesellschaft ist in diesen Tagen enorm. Das Fernsehen hat Zulauf wie lange nicht mehr. Die Menschen schalten wieder mehr ein, weil sie wissen, dass die „traditionellen“ Medien wie Fernsehen oder Radio Debatten initiieren, kanalisieren und auch „von vorn“ führen können. In Anbetracht des aktuellen Versagens der Social Media mit ihren gefährlichen Fake News und teilweise ungehemmter Hate Speech ist das auch wichtiger denn je.

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