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Bio-Supermärkte : Der harte Kampf um Öko-Kunden

Frische Milch direkt von der Kuh: Werbegag zur Eröffnung eines „Naturkind“-Geschäfts Bild: F.A.Z.

Nirgendwo in Europa sind Bio-Produkte so beliebt wie in Deutschland. Überraschend kommen die Expansionspläne von Edeka deshalb nicht. Doch das Feld wird schon stark beackert.

          3 Min.

          Benjamin Hirche hat sich einiges einfallen lassen, damit der Start seines Bio-Supermarktes ein Erfolg wird. Überall in dem Geschäft in den denkmalgeschützten Güterhallen in Hamburg Altona, wo gerade auf einem ehemaligen Bahngelände ein ganz neuer Stadtteil entsteht, gibt es Häppchen zum Probieren. Vor der Tür blökt eine Kuh, die ein Milchlieferant aus der Region eigens zur Eröffnung vorbeigebracht hat. Hirche macht hier gerade als selbständiger Kaufmann den ersten Fachmarkt der Marke „Naturkind“ auf und setzt damit ein neues Konzept des Edeka-Konzerns um, mit dem Deutschlands größter Lebensmittelhändler verstärkt ins Geschäft mit Bio-Nahrung vordringen will. Für den 39 Jahre alten Unternehmer trifft das „exakt den Nerv der Zeit – das ist genau das Richtige.“

          Stefanie Diemand
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Denn Bioprodukte werden unter den deutschen Konsumenten immer beliebter. Allein im Jahr 2018 gaben Verbraucher hierzulande 10,9 Milliarden Euro für Lebensmittel und Getränke aus ökologischer Erzeugung aus, mehr als in jedem anderen Land der Europäischen Union. Immer mehr konventionelle Supermärkte und Discounter drängen auf den Markt, zur Freude vieler Konsumenten: Rund 60 Prozent der Bundesbürger finden es laut einer Umfrage gut, dass Bio-Produkte verstärkt auch in konventionellen Supermärkten angeboten werden. Gleichzeitig ziehen Fachmärkte wie Alnatura, Denn’s oder Bio-Company viele Kunden an, ein Feld, auf dem jetzt auch Edeka verstärkt experimentiert.

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