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Energiewende : Wie die Steinkohleallianz junge Kraftwerke retten will

Das Trianel-Kraftwerk in Lünen Bild: dpa

Die jüngsten Steinkohlekraftwerke in Deutschland wären bei ihrer geplanten Stilllegung nur 18 Jahre alt: Eine Allianz will nun sieben Meiler im Ausstiegsgesetz als Energiewende-Reserve erhalten.

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          Mit einem Kompromissvorschlag wollen die Betreiber moderner Steinkohlekraftwerke den Streit um das geplante Kohleausstiegsgesetz entschärfen und Gerichtsverfahren abwenden. In einem Vermerk, welcher der F.A.Z. vorliegt, schlägt die Steinkohleallianz vor, die bis 2015 errichteten Anlagen als „Energiewende-Reserve“ zu nutzen: Die Meiler sollten zwischen 2030 und 2038 nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen nicht ausreiche.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Eigentlich sind für die Versorgungssicherheit in dieser Übergangsphase neue Gaskraftwerke vorgesehen, die nur die Hälfte der Emissionen von Kohleanlagen ausstoßen. Auf den nötigen Zubau von 17 Gigawatt an neuen Gaskraftwerken ließe sich aber in Teilen verzichten, wenn man die modernen Steinkohlemeiler am Netz behielte, argumentieren die Steinkohlegesellschaften. Es gehe um die Vorhaltung fossiler Energien an wenigen hundert Stunden im Jahr. Die Mehrbelastung gegenüber Gas von bis zu einer Million Tonnen CO2 im Jahr sei überschaubar.

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