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Radmanufaktur aus Bocholt : Auf dem Weg zum Porsche der Bike-Branche

Bike-Produktion auf Hochtouren: Bei Rose-Bikes wächst der Umsatz Bild: obs

Die Radmanufaktur Rose fährt gut mit ihrer Fokussierung auf die Premium-Klasse. Aber die Ziele werden noch höher gesteckt. Wohin soll es gehen mit dem Unternehmen?

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          Thorsten Heckrath-Rose gehört zu den hartgesottenen Radlern. Ihn schrecken weder eine aufziehende Erkältung noch das Regenwetter. Sein aktueller Favorit ist ein Gravel Bike, eine Mischung aus Cross-Fahrrad und Marathon-Rennrad, mit dem sich nicht nur auf Asphalt, sondern auch auf Schotter und Waldwegen ordentlich Tempo machen lässt. Der aus den Vereinigten Staaten importierte Trend kommt bei den Kunden von Rose Bikes gut an. Ein knappes Dutzend Modelle stehen in der „Bike Town“, dem riesigen Flagship-Store am Unternehmenssitz in Bocholt. Auf 6000 Quadratmeter Fläche bietet er eine sorgsam designte Einkaufs- und Erlebniswelt. Eine feine Auswahl edler Bikes der Premiumklasse lässt Radler-Herzen höher schlagen, und wer das nötige Kleingeld gerade nicht dabei hat, wird vielleicht bei der Suche nach Fahrradkleidung, Zubehör oder Bauteilen fündig.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Das Unternehmen im westlichen Münsterland, unweit der niederländischen Grenze, verkauft in erster Linie über das Internet. Rund 80 Prozent des Umsatzes werden online generiert. „Trotzdem brauchen wir die stationäre Präsenz als Emotionalisierungspunkte. Viele Kunden wollen ihr Traumrad vorher anfassen, und sie wollen sicher sein, dass es perfekt zu ihnen passt“, sagt der Geschäftsführer, der das Unternehmen mit seiner Frau Stefanie Rose leitet. Rund 450 Mitarbeiter beschäftigen die beiden. Mit am Tisch in der Kaffeebar der Bike Town sitzt Marcus Diekmann, der im Frühjahr dazugestoßen ist und sich um Retail und IT kümmert. Selbst an diesem Montagvormittag ist schon einiges los zwischen Fahrrädern und Regalen. „Wenn Sie sich für ein Rad interessieren, vereinbaren Sie besser einen Termin“, empfiehlt Stefanie Rose.

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