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Bahnbrechende Technologie : Im Quantenfieber

Das nächste „große Ding“? Auch IBM forscht im Bundesstaat New York an Quantencomputern. Bild: MISHA FRIEDMAN/The New York Time

Unternehmen treiben die Quantentechnologie voran – nicht nur mit Computern, die Unglaubliches leisten. Thales aus Frankreich will Vorreiter sein.

          5 Min.

          Die Quantentechnologie gilt als das „nächste große Ding“. Der Google-Konzern hat vor wenigen Wochen berichtet, dass sein Quantencomputer in 200 Sekunden eine Rechenaufgabe gelöst habe, für die ein konventioneller Supercomputer 10.000 Jahre brauche. IBM bestritt die hohe Vergleichszahl und sprach von 2,5 Tagen für den klassischen Computer. Doch die Stoßrichtung wird deutlich. „Wir reden hier von einer Technologie, die vieles um den Multiplikator 100, 1000 oder 10.000 besser macht“, sagt der Technikvorstand des französischen Technologieunternehmens Thales, Marko Erman.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Quantentechnologie kann – so versprechen es die Forscher – nicht nur Computer super super schnell machen, sondern auch Sensoren extrem empfindlich und Kommunikation durch Verschlüsselung unverwundbar. Dabei kommen Phänomene zur Geltung, die schwer nachzuvollziehen sind, aber empirisch bewiesen wurden: dass zum Beispiel ein und dasselbe Partikel gleichzeitig an zwei Orten sein kann, auch Zehntausende von Kilometern entfernt. Wenn man den Zustand des einen Teils verändert, ändert sich sofort auch der Zustand des anderen. Dieses Quantenverschränkung genannte Phänomen wollen immer mehr Unternehmen in konkreten Anwendungen nutzen. Man spricht jetzt von einer zweiten Quantenrevolution, nachdem die erste Errungenschaften wie GPS, Laser oder Transistoren hervorgebracht hat. „Wir reden hier von einer neuen Welt, die man sich noch gar nicht richtig vorstellen kann“, sagt Erman.

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